Kiew. Nach der schweren Gasexplosion in einem mehrstöckigen Wohnhaus in der Ukraine haben Rettungskräfte bis zum Freitagmorgen drei weitere Leichen aus den Trümmern geborgen. Damit stieg die Zahl der Toten auf 27, wie der Zivilschutz auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Agentur Interfax mitteilte.
In der Nacht hatte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kein Hausbewohner lebend gefunden werden können. In dem fünfgeschossigen Wohnhaus waren am Mittwochabend durch die Explosion etwa 30 Wohnungen zerstört worden.
Die meisten der Toten sind Frauen und Kinder. Auch eine fünfköpfige Familie überlebte die Katastrophe nicht. Bislang wurden 21 Menschen geborgen, einige von ihnen mit schweren Verletzungen. Es blieb unklar, wie viele Bewohner des Hauses am Freitag noch vermisst wurden.
Die Menschen in der Ukraine gedachten am Freitag mit einem Tag der Staatstrauer der Opfer. Nach ersten Erkenntnissen verursachten unerlaubt im Keller des betroffenen Wohnhaus-Aufgangs gelagerte Gasflaschen die Explosion.
Die Detonation machte das fünfgeschossige Haus in Jewpatorija auf der Krim dem Erdboden gleich und zerstörte 35 Wohnungen. Die Explosion ereignete sich gegen 21.45 Uhr Ortszeit, als die meisten der 62 offiziell registrierten Bewohner vermutlich zu Hause waren.
Das staatliche ukrainische Fernsehen zeigte Bilder von Rettungskräften, die in den Trümmerbergen nach Überlebenden suchten. Bis zu 700 Einsatzkräfte seien am Ort des Geschehens, sagte Krol. (dpa/ap)
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