Caracas (dpa) - Sorglosigkeit ist einem angehenden Tierpfleger in Venezuela zum tödlichen Verhängnis geworden. Eine Pythonschlange würgte in einem Zoo in Caracas den 29 Jahre alten Biologiestudenten zu Tode. Der Unfall geschah Medienberichten zufolge bereits während der Nachtschicht zum Sonntag im Tiergarten des Stadtparks "Generalisimo Francisco de Miranda".
Zoomitarbeiter hätten die Leiche von Erick Arrieta dann am Morgen im Würgegriff der drei Meter langen Schlange entdeckt. Das Reptil sei gerade dabei gewesen, den Kopf des Opfers zu verschlingen, hieß es.
Zoodirektor Javier Hernandez erklärte unterdessen, das Opfer habe "die Instinkte des Tieres unterschätzt". Der Mann, der seit neun Jahren im Zoo ausgeholfen habe, habe allem Anschein nach das Gehege der Burma-Pythonschlange entgegen den Empfehlungen allein und fast ohne Kleidung betreten. Die Schlange greife Menschen normalerweise nicht an.
"Ein menschlicher Fehler"
Das aus Burma stammende Reptil war amtlichen Angaben zufolge vor rund zwei Monaten in den Bergen des Nationalparks El Avila von Spaziergängern gefunden worden. "Es kommt sehr häufig vor, dass venezolanische Touristen frischgeborene Schlangen aus Asien einschmuggeln und dann irgendwann aussetzen", erklärt Hernandez.
Der Zooleiter versuchte auch, die Besucher des beliebten Parks in einem Nobelviertel von Caracas zu beruhigen. "Der Unfall bedeutet nicht, dass unsere Anlagen gefährlich sind. Es war ein menschlicher Fehler", sagte er der Zeitung "El Universal".
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