Weimar. Rund 40 linksautonome Jugendliche sind am Samstagabend durch Weimar gezogen und haben Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Glasflaschen und Steinen angegriffen.
Mit Transparenten und Flugblättern hätten die schwarz gekleideten und mit Tüchern vermummten Linken ihre Sympathie mit den Demonstranten in Griechenland bekundet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag und bestätigte einen Bericht von Antenne Thüringen. Seit dem Tod eines 15-jährigen durch eine Polizeikugel gibt es in Griechenland seit Tagen Ausschreitungen.
Bereits bei Solidaritäts-Demonstrationen in Städten wie Minden und Frankfurt/Main hatte es Ausschreitungen gegeben. Die Autonomen in Weimar hätten außerdem gegen den Freispruch von zwei Polizisten im Prozess um den Feuertod eines Asylbewerbers in Dessau-Roßlau protestiert, hieß es.
Die Autonomen, die sich in einer nicht genehmigten Demonstration Richtung Weimarer Weihnachtsmarkt bewegten, stammten nach Polizeiangaben nicht nur aus Thüringen, sondern auch aus Sachsen- Anhalt. Vier Linke wurden vorläufig festgenommen. Bei den Auseinandersetzungen habe es keine Verletzten und auch keinen Sachschaden gegeben, sagte der Polizeisprecher.
In der Bremer Innenstadt hat die Polizei am Samstag bei einer verbotenen Demonstration linker Gruppierungen "gegen Polizeigewalt und Sozialabbau" nach eigenen Angaben rund 170 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Etwa 200 teilweise Vermummte hatten sich an dem Aufmarsch beteiligt und waren von der Polizei gestoppt und eingeschlossen worden. Ausschreitungen gab es nicht. Es sei friedlich geblieben, teilte die Polizei mit.
Das Bremer Verwaltungsgericht hatte am Freitag die Entscheidung des Stadtamtes bestätigt, die Demonstration in der Innenstadt zu untersagen. Dennoch fand diese statt. (dpa)
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