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22. Januar 2013

Winter in Deutschland: Tödliche Unfälle auf eisglatten Straßen

Räumfahrzeuge sind weiter im Dauereinsatz. Foto: dpa

Schnee und Glätte machen den Autofahrern in Deutschland weiter zu schaffen. Bei einem schweren Unfall in Brandenburg sterben drei Menschen. Und Besserung ist nicht in Sicht.

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Schnee und Glätte haben den Verkehr in Deutschland auch am Dienstag ausgebremst. Auf vielen Straßen kam es zu Staus und Behinderungen. Besonders im Norden gerieten viele Autofahrer ins Rutschen und krachten ineinander. Dabei kam es aber oft nur zu Blechschäden. Auch am Flughafen Frankfurt sorgte das Wetter erneut für Flugausfälle. Zahlreiche Starts und Landungen wurden gestrichen, hinzu kamen etliche Verzögerungen. Allerdings entspannte sich die Lage bereits etwas. Doch das Bibbern geht weiter: In der zweiten Wochenhälfte wird es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes noch kälter - teilweise bis zu minus 20 Grad.

Am Frankfurter Flughafen wurden bis zum Mittag 104 von 1200 geplanten Flügen annulliert. 60 Verbindungen nach und 44 ab Frankfurt wurden witterungsbedingt gestrichen. Passagiere mussten weiterhin mit Verspätungen rechnen. Das derzeitige Wetter lasse zwar einen normalen Betrieb zu, dieser müsse sich jedoch erst wieder einpendeln, erklärte ein Sprecher von Deutschlands größtem Airport. Da die Minustemperaturen anhalten, müssen die Flugzeuge weiter aufwendig enteist werden, was zu weiteren Verzögerungen führt.

Autobahn gesperrt

Auf den Straßen kam es bundesweit zu mehreren Unfällen. In Bayern kippte ein voll beladener Lastwagenanhänger auf einen anderen Sattelzug. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war der Lasterfahrer am späten Montagabend auf schneebedeckter Straße zu schnell unterwegs. In Brandenburg kamen auf winterlich-glatter Straße drei Männer ums Leben. Ein Autofahrer war nach ersten Ermittlungen der Polizei auf rutschiger Straße mit hoher Geschwindigkeit am Ende eines Staus auf einen stehenden Lastwagen aufgefahren. Die Autobahn A 13 war für mehrere Stunden gesperrt.

In zahlreichen Orten fuhren Räumfahrzeuge auf Straßen und Gehwegen Dauereinsätze. Autofahrer befreiten ihre Fahrzeuge von Schnee und Eis, Ladenbesitzer streuten auf den Fußwegen vor ihren Geschäften Sand. Der Schiffsverkehr zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und dem Festland fiel am Vormittag wegen Niedrigwassers und Eisgangs aus. Urlauber mussten auf die Inselflieger ausweichen.

Winter bleibt hart

In anderen Bundesländern blieb es deutlich ruhiger. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise gab es am Dienstag keine witterungsbedingten Störungen auf Straßen und Schienen. In Rheinland-Pfalz waren die Fahrbahnen zwar stellenweise immer noch glatt oder schneebedeckt. Zu größeren Behinderungen oder Unfällen sei es aber nicht gekommen, berichteten die Polizeipräsidien. Auch in Niedersachsen gab es meist nur Blechschäden. Die Autofahrer hätten sich an die schneebedeckten Straßen gewöhnt, berichteten die Polizeileitstellen.

Viele Menschen freuten sich auch über das winterliche Wetter: Kinder konnten mit ihren Schlitten rodeln, einige Erwachsene holten ihrer Langlaufskier raus - teilweise sogar in den Städten. In Niedersachsen jubelten Tausende Schüler. Sie erhielten am Dienstag schulfrei.

Der Winter wird Deutschland auch noch für einige Zeit weiter fest im Griff haben. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraussagte, werden nur im Südwesten zaghafte Plusgrade erreicht. Sonst bleibt es im ganzen Land frostig. In der zweiten Wochenhälfte wird es demnach sogar noch kühler - nach Angaben des DWD sind bis zu minus 20 Grad möglich.

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