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Die Kälte hat Europa weiter fest in ihrer Mangel: Im größten Winterchaos seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Kältetoten weiter dramatisch an. Erst Mitte nächster Woche könnte es etwas wärmer werden - dann kommt der Schnee.
Sibirische Temperaturen machen Europa weiter schwer zu schaffen. Amtlichen Angaben zufolge starben durch die Frostwelle bis Sonntag rund 300 Menschen, an Flughäfen fielen zahlreiche Flüge aus, auf den Straßen und Schienen kam der Verkehr teilweise komplett zum Erliegen. Deutschland erlebte die bisher kälteste Nacht des Winters mit minus 28 Grad in der Nacht zum Sonntag, unter anderem im bayerischen Oberstdorf im Oberallgäu.
Für die Nacht zum Dienstag soll der Kälterekord für dieses Jahr in Deutschland erneut gebrochen werden, mit bis zu minus 23 Grad. Hoffnung besteht für die Anhänger des Straßenkarnevals. Mit Glück könnte es an Weiberfastnacht Werte um den Gefrierpunkt geben. Zuvor wird ein Auf und Ab am Thermometer erwartet. Am Mittwoch soll sich die Kälte auf minus 3 Grad abschwächen, am Rhein sogar auf 0 Grad. Zuvor erwarten die Wetterexperten aber Schnee, am Dienstag zunächst im Osten von Nordrhein-Westfalen, am Donnerstag sogar landesweit.
Was an der Kälte schön ist
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Was an der Kälte schön ist
Der Weihnachtsmann dürfte angesichts dieser Brunnenfigur aus München vor Neid erblassen.
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Märchenwald auf dem Essigberg in Kassel.
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Sieht aus Sesamstraßen-Monster auf Familienausflug mit unerfreulich kaltem Ausgang, sind aber Begrenzungspfähle am Ufer des Neuchatel-Sees in der Schweiz.
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Welche Farbe dieses Auto am Ufer des Genfer Sees hat, kann man nur noch raten.
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Plastikflaschen sollen die zarten Frühlingspflänzchen in der rumänischen Schwarzmeer-Küstenstadt Constanta schützen.
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Die schönsten Gemälde finden sich derzeit an den Fensterscheiben - hier aufgenommen im schwäbischen Kempten.
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Ungewohnte Hindernisse: Eine Gruppe von Afghaninnen stapft über einen verschneiten Friedhof in Kabul.
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Im Früheis zu Berge: die Alpen bei Wallgau.
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Da hat selbst Grau in Grau was: Eisschollen auf der Spree, nahe des Reichstags.
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Bei minus 20 Grad werden auch in Prag die Öfen bis an die Leistungsgrenze angefeuert.
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Heiße Gefühle trotz eisiger Temperaturen - zumindest auf diesem Tümpel in Berlin-Lichtenberg.
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Diese Möwen auf der Elbe bei Dresden müssen erst noch lernen, wie man sich richtig zusammenkuschelt.
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Diese Spaziergänger trotzen dem eisigen Wind auf dem Kahlen Asten bei Winterberg.
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Und was ist das? Genau! Gefrorenes Wasser in einer Reifenspur auf einer Straße in Bamberg, in dem sich Luftblasen gebildet haben.
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Schneemonster, die zweite. Diesmal gesichtet am Ufer des Bodensees in Immenstaad.
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Fremdgekuschelt: Diese Möwe sucht in Stralsund die Nähe der Schwäne.
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So viel Eis für nur einen Läufer: der Decksteiner Weiher in Köln kann offenbar noch das eine oder andere Paar Schlittschuhe vertragen.
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Ordnung muss sein, Kältechaos hin oder her - zumindest am Bahnhof Zoo in Berlin.
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Solch bizarre Eisgebilde finden sich am Rheinufer in Düsseldorf.
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Die strenge Kälte in Europa verursacht nicht nur Leid, sie bringt auch Momente zauberhafter, manchmal bizarrer Schönheit hervor. Zum Beispiel die runden Eisschollen auf der Elbe, hier aufgenommen mit dem Fish-Eye-Objektiv.
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Eurovision Song Contest
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An den Schleusen muss aufgepasst werden, dass die Schiffe nicht große Eismengen hineindrücken. „Wir werden die Schifffahrt aber aufrecht halten“, sagte Klaus Fähnrich vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Duisburg.
Kälte fordert Hunderte Todesopfer
Die klirrende Kälte hat in Polen neun weitere Menschen das Leben gekostet. Damit sei die Gesamtzahl der Todesopfer auf 62 gestiegen, erklärte das Innenministerium in Warschau am Montag. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, weitere 15 Menschen seien bei Bränden ums Leben gekommen, die durch Heizgeräte verursacht worden seien. Die Temperaturen in Polen lagen in den vergangenen Tagen bis 20 bis 25 Grad unter Null.
Ukrainische Behörden verzeichneten seit dem 27. Januar 131 Kälteopfer, mehr als 30 erfroren zu Hause. In Serbien war von neun Kältetoten die Rede, in Rumänien stieg die Zahl auf 34, in Bulgarien tötete die Kältewelle mindestens 16 Personen. Tausende waren vor allem in den abgelegeneren Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten.
Ungewohntes Bild: Das Kolosseum in Rom von Schnee bedeckt.
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Ungewohntes Bild: Das Kolosseum in Rom von Schnee bedeckt.
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In Italien starben zwei Menschen, weil Dächer unter der Schneelast einstürzten. Papst Benedikt XVI. äußerte in Rom den Wunsch nach einem baldigen Ende des Winters. „Der Schnee ist wunderschön, aber lasst uns hoffen, dass der Frühling bald kommt“, sagte der Papst am Sonntag zu Pilgern auf dem Petersplatz. In Rom gingen die stärksten Schneefälle seit 26 Jahren nieder. Selbst das Kolosseum wurde geschlossen. Einige Bäume knickten unter der ungewohnten Last von teilweise bis zu 20 Zentimetern Schnee ein und beschädigten geparkte Autos. Die Regierung ließ 4.000 Schneeschaufeln verteilen.
Eiseskälte hat Europa im Griff
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Eiseskälte hat Europa im Griff
Im bulgarischen Sofia mussten die Schulen wegen der Kälte schließen. Der Blick aus den Fenstern Straßenbahn fällt auch recht eisig aus.
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Die Palmen am Lungolago-See in der Schweiz sind schneebedeckt.
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Bis zu Minus 27 Grad in Rumänien machen auch den Vierbeinern zu schaffen.
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Sie müsste die Kälte doch gewohnt sein: Lyudmila Prokasheva war 1998 Olympia-Dritte im Eisschnelllauf. Die Trainingseinheiten ihrer Sportschüler in Pavlodar, Kasachstan, ließ die heutige Direktorin trotzdem ausfallen.
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In Kasachstan fielen die Temperaturen auf bis zu Minus 43 Grad Celsius.
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Dank seines dicken Fells steckt dieses Eichhörnchen im Warschauer Lazienki Park den Frost ganz gut weg.
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In Warschau wurden 48 Kohleöfchen aufgestellt, an denen sich Passanten wärmen dürfen.
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Der See in Prag ist komplett zugefroren.
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Die Obdachlosenheime in Bukarest sind voll - viele versuchen hier, den zweistelligen Minustemperaturen zu entgehen und ein warmes Plätzchen zu ergattern.
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Mileikovo in Weißrussland präsentiert sich ganz in Weiß.
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Wichtig bei der Kälte: Gut einpacken und auch das Gesicht schützen.
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Auch die Vierbeiner sollten lieber noch mal zusätzlich warm angezogen werden. "Malfalda" aus Frankfurt hat von ihrem Frauchen einen warmen Mantel bekommen.
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Die Seen in Tuzla, Bosnien, sind von einer dicken Eiskruste überzogen. Die Bauern müssen das Eis aufbrechen, um Wasser für ihre Tiere zu holen.
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In Prag sieht "Wasserball" derzeit anders aus.
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Bitterkalt: Ein Frau schützt in Warschau ihr Gesicht vor der eisigen Kälte. Foto: Andrzej Hrechorowics
Möwen auf der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Frost-Pferde: Verschneiten Pferdefiguren in Aachen. Die Meteorologen sagen auch für die kommenden Tage eisige Temperaturen voraus. Foto: Oliver Berg
Ein totes Blesshuhn liegt in der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Minus 20 Grad: Im polnischen Przemysl zeigt ein Thermometer fast minus 20 Grad an. Foto: Darek Delmanowics
Einige hatten den Winter schon abgeschrieben, doch nun kommt er mit geballter Macht und Dauerfrost. Foto: Julian Stratenschulte
Die ehemalige Start- und Landebahn des Flughafens Berlin Tempelhof: Trotz Sonne klettert das Thermometer in den kommenden Tagen nicht über null Grad Celsius. Foto: Marc Tirl
Genf ist bereits in eine weiße Decke gehüllt.
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Auch in Frankreich zählten die Behörden am Montag erste Todesopfer: Zwei Menschen mit Alzheimer, zwei Obdachlose und ein elfjähriger Junge sind am vergangenen Wochenende bei Minusgraden gestorben. Während die dementen Personen und die beiden Wohnungslosen draußen in der Kälte erfroren, ertrank der Junge in einem See in den Vogesen. Nach Angaben des französischen Wetterdienstes Météo France soll die Kälte noch die gesamte Woche über anhalten.
In Deutschland brach ein Eisangler in einen gefrorenen Brandenburger See ein und starb. Der Frost führte außerdem möglicherweise zum Tod eines 55-jährigen Manns. Ein Spaziergänger fand ihn am Sonntag auf einer Parkbank in Melle (Landkreis Osnabrück). Bereits am Donnerstag wurde in Niedersachsen die Leiche eines 69-Jährigen auf einem Feldweg nahe der Ortschaft Bremke gefunden.
Am Samstag waren zwei Schlittschuhläufer ins Eis eingebrochen - ein 58-Jähriger wurde im baden-württembergischen Obersontheim tot geborgen, der andere, ein 43-jähriger Niederländer, wurde vermisst. Er war in einem See im nordrhein-westfälischen Nettetal eingebrochen. Taucher mussten die Suche wegen schlechter Sicht aufgeben. Im niedersächsischen Melle fand ein Spaziergänger am Sonntag einen leblosen Mann auf einer Parkbank. Die Polizei konnte nicht ausschließen, dass der 55-Jährige aufgrund der Kälte ums Leben kam. (afp/dapd/dpa)
Winter verbreitet Chaos
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Statuen im Villa-Borghese-Park in Rom sind mit Schnee bedeckt.
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Eisgebilde vor einem Steg am Bodensee. Deutschland hat die kälteste Nacht dieses Winters erlebt.
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Diese Fähre rammt im Schneesturm in Civitavecchia nordwestlich von Rom einen Hafendamm.
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Eine Frau schaut aus einer vereisten Busfensterscheibe in Kiew.
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Obdachlose bekommen in der Stadtmission in Berlin etwas zum Essen.
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Nach tagelangem Schneefall rufen serbische Gemeinden den Ausnahmezustand aus.
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