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Winter-Kälte in Europa: Es bleibt eiskalt


Foto: dapd

Die Kälte hat Europa weiter fest in ihrer Mangel: Im größten Winterchaos seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Kältetoten weiter dramatisch an. Erst Mitte nächster Woche könnte es etwas wärmer werden - dann kommt der Schnee.

Sibirische Temperaturen machen Europa weiter schwer zu schaffen. Amtlichen Angaben zufolge starben durch die Frostwelle bis Sonntag rund 300 Menschen, an Flughäfen fielen zahlreiche Flüge aus, auf den Straßen und Schienen kam der Verkehr teilweise komplett zum Erliegen. Deutschland erlebte die bisher kälteste Nacht des Winters mit minus 28 Grad in der Nacht zum Sonntag, unter anderem im bayerischen Oberstdorf im Oberallgäu.

Für die Nacht zum Dienstag soll der Kälterekord für dieses Jahr in Deutschland erneut gebrochen werden, mit bis zu minus 23 Grad. Hoffnung besteht für die Anhänger des Straßenkarnevals. Mit Glück könnte es an Weiberfastnacht Werte um den Gefrierpunkt geben. Zuvor wird ein Auf und Ab am Thermometer erwartet. Am Mittwoch soll sich die Kälte auf minus 3 Grad abschwächen, am Rhein sogar auf 0 Grad. Zuvor erwarten die Wetterexperten aber Schnee, am Dienstag zunächst im Osten von Nordrhein-Westfalen, am Donnerstag sogar landesweit.

Was an der Kälte schön ist

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An den Schleusen muss aufgepasst werden, dass die Schiffe nicht große Eismengen hineindrücken. „Wir werden die Schifffahrt aber aufrecht halten“, sagte Klaus Fähnrich vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Duisburg.

Kälte fordert Hunderte Todesopfer

Die klirrende Kälte hat in Polen neun weitere Menschen das Leben gekostet. Damit sei die Gesamtzahl der Todesopfer auf 62 gestiegen, erklärte das Innenministerium in Warschau am Montag. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, weitere 15 Menschen seien bei Bränden ums Leben gekommen, die durch Heizgeräte verursacht worden seien. Die Temperaturen in Polen lagen in den vergangenen Tagen bis 20 bis 25 Grad unter Null.
Ukrainische Behörden verzeichneten seit dem 27. Januar 131 Kälteopfer, mehr als 30 erfroren zu Hause. In Serbien war von neun Kältetoten die Rede, in Rumänien stieg die Zahl auf 34, in Bulgarien tötete die Kältewelle mindestens 16 Personen. Tausende waren vor allem in den abgelegeneren Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten.

Ungewohntes Bild: Das Kolosseum in Rom von Schnee bedeckt.
Ungewohntes Bild: Das Kolosseum in Rom von Schnee bedeckt.
Foto: dpa

In Italien starben zwei Menschen, weil Dächer unter der Schneelast einstürzten. Papst Benedikt XVI. äußerte in Rom den Wunsch nach einem baldigen Ende des Winters. „Der Schnee ist wunderschön, aber lasst uns hoffen, dass der Frühling bald kommt“, sagte der Papst am Sonntag zu Pilgern auf dem Petersplatz. In Rom gingen die stärksten Schneefälle seit 26 Jahren nieder. Selbst das Kolosseum wurde geschlossen. Einige Bäume knickten unter der ungewohnten Last von teilweise bis zu 20 Zentimetern Schnee ein und beschädigten geparkte Autos. Die Regierung ließ 4.000 Schneeschaufeln verteilen.

Eiseskälte hat Europa im Griff

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Auch in Frankreich zählten die Behörden am Montag erste Todesopfer: Zwei Menschen mit Alzheimer, zwei Obdachlose und ein elfjähriger Junge sind am vergangenen Wochenende bei Minusgraden gestorben. Während die dementen Personen und die beiden Wohnungslosen draußen in der Kälte erfroren, ertrank der Junge in einem See in den Vogesen. Nach Angaben des französischen Wetterdienstes Météo France soll die Kälte noch die gesamte Woche über anhalten.

Eisangler bricht ein

In Deutschland brach ein Eisangler in einen gefrorenen Brandenburger See ein und starb. Der Frost führte außerdem möglicherweise zum Tod eines 55-jährigen Manns. Ein Spaziergänger fand ihn am Sonntag auf einer Parkbank in Melle (Landkreis Osnabrück). Bereits am Donnerstag wurde in Niedersachsen die Leiche eines 69-Jährigen auf einem Feldweg nahe der Ortschaft Bremke gefunden.

Am Samstag waren zwei Schlittschuhläufer ins Eis eingebrochen - ein 58-Jähriger wurde im baden-württembergischen Obersontheim tot geborgen, der andere, ein 43-jähriger Niederländer, wurde vermisst. Er war in einem See im nordrhein-westfälischen Nettetal eingebrochen. Taucher mussten die Suche wegen schlechter Sicht aufgeben. Im niedersächsischen Melle fand ein Spaziergänger am Sonntag einen leblosen Mann auf einer Parkbank. Die Polizei konnte nicht ausschließen, dass der 55-Jährige aufgrund der Kälte ums Leben kam. (afp/dapd/dpa)

Winter verbreitet Chaos

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Datum:  6 | 2 | 2012
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