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In ganz Europa herrscht weiterhin sibirische Kälte - und die Temperaturen werden weiter sinken. Hessen erwartet die kälteste Nacht des Winters. Unterdessen steigt in Osteuropa die Zahl der Todesopfer durch den Extremfrost weiter an.
Die Kältewelle hat Europa weiter im Griff - besonders in Osteuropa wird die Lage immer dramatischer. In einigen Regionen Osteuropas zeigte das Thermometer Temperaturen von bis zu minus 32,5 Grad an. Die klirrende Kälte führte zu Stromausfällen und Verkehrschaos. Zudem blieben vielerorts Schulen und Kindertagesstätten geschlossen
Allein in Ungarn ist die Zahl derjenigen, die bei Extremfrost und Temperaturen um die Minus 30 Grad erfroren, um weitere 20 gestiegen. Damit starben hier an den Folgen des harten Winters bislang 63 Menschen, wie das Zivilschutzministerium mitteilte. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums wurden in den vergangenen sechs Tagen mehr als 900 Menschen wegen Erfrierungen und Unterkühlungen in Krankenhäuser gebracht.
Die meisten Kälteopfer waren Obdachlose. Deshalb werden zunehmend Wärmestuben eingerichtet, mittlerweile sind es mehr als 2000.
Ministerpräsident garantiert Kohlereserven
Der ukrainische Ministerpräsident Nikolai Asarow hat seine Landsleute angesichts der Kältewelleaufgerufen, Ruhe zu bewahren. Das Land sei auf „diese Herausforderung vorbereitet“, sagte Asarow laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Unian vom Donnerstag.
Es seien ausreichende Reserven an Gas und Kohle vorhanden, um die Wärmeversorgung der Bevölkerung zu garantieren. Zudem seien in allen Regionen des größten rein europäischen Flächenstaates Notfallprogramme angelaufen, die bei technischen Störungen schnelle Hilfe garantierten.
Wie man sich vor Erfrierungen schützt
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Wie man sich vor Erfrierungen schützt
2. Welche Symptome weisen auf eine Erfrierung hin?
„Die ersten Zeichen einer Erfrierung sind Blässe und Taubheitsgefühle“, sagt Hans Georg Dauer, Dermatologe aus Köln. „Wenn man dann von der Kälte in die Wärme kommt, empfindet man meist ein schmerzhaftes Ziehen oder Brennen. Die Haut färbt sich zinnoberrot.“ Je länger die Kälte wirken kann, desto ausgedehnter und schwerwiegender kann das Gewebe geschädigt werden.
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3. Wie erkennt man Erfrierungen?
Dauert das Kribbeln der kalten Finger oder Zehen länger an oder bilden sich mit Blut oder Flüssigkeit gefüllte Blasen, dann spricht der Mediziner von einer Erfrierung zweiten Grades. Die Haut ist dann bereits stärker geschädigt. Erfrierungen dritten Grades schließlich führen zur Schwarzfärbung und zum Absterben von Gewebe. Besonders betroffen von Kälteschäden sind die ohnehin schlecht durchbluteten Körperteile. Neben Fingern und Zehen zählen dazu auch Nase und Ohren.
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4. Achtung bei Alkohol
Verengte Gefäße können das Erfrieren noch zusätzlich begünstigen. Die Ursachen sind zum Beispiel eine Arterienverkalkung oder Drogenkonsum. Alkohol weitet zwar die Gefäße, ist aber nicht weniger problematisch. Denn der Konsum führt dazu, dass die Zellen stärker durchblutet werden und der Körper viel Wärme abgibt, dadurch werden seine Schutzfunktionen geschwächt.
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5. So schützen Sie Kinder
Eltern sollten häufiger die Körpertemperatur ihrer im Schnee spielenden Kinder überprüfen, sowohl an den Händen als auch am Bauch oder am Rücken, empfiehlt Inke Ruhe von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder.
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6. Aufwärmpause
Bei ersten Anzeichen einer Erfrierung ist eine Aufwärmpause angesagt. Allerdings sollte sich der Körper langsam an die Wärme gewöhnen. Große Temperaturunterschiede werden als schmerzhaft empfunden. „Die Hände oder Zehen beispielsweise sollten zuerst unter lauwarmes Wasser gehalten werden. Dann wird die Temperatur langsam erhöht“, rät Mediziner Dieter Conrad.
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7. Kalte Hände nicht reiben
Selbst bei leichten Erfrierungen sollten die betroffenen Körperteile nicht gerieben werden. „Besser ist es, sich auf die Hände zu setzen oder sie in die Achselhöhlen zu stecken“, sagt Dermatologe Hans Georg Dauer.
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8. Warme Getränke
Auch von innen kann man der Kälte entgegensetzen. Heißgetränke wie Tee oder Kakao wärmen den Körper. Auch hier sollte man auf den Schuss Alkohol verzichten.
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9. Wann sollte man zum Arzt?
Haben sich bereits Blasen gebildet, die schlecht abheilen, sollte ein Arzt die Wunden versorgen. Ein Mediziner sollte auch zu Rate gezogen werden, wenn mehr als zehn Prozent der Körperoberfläche von der Kälte geschädigt sind oder wenn Erfrierungserscheinungen häufiger auftreten. „Unter Umständen ist dann eine medikamentöse Behandlung mit durchblutungsfördernden Mitteln angesagt“, sagt der Dermatologe Hans Georg Dauer.
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10. Die richtige Kleidung
Den besten Schutz vor Erfrierungen bietet wasserfeste, der Temperatur angepasste Kleidung. Dazu gehören warme Strümpfe und gefütterte Schuhe, Handschuhe und Mütze oder Ohrenschützer. Die Gesichtshaut wird durch fettende Creme geschützt. Alternativ können Mund, Ohren und Nase von einem warmen Tuch oder einer Teilmaske bedeckt werden. Nasse Kleidung muss schnell gewechselt werden, sonst droht sie anzufrieren. Diese Gefahr bergen auch Metallteile wie Ohrringe oder Reißverschlüsse. Sie sollten bei Kälte nicht mit der Haut in Berührung kommen.
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1. Was passiert bei Erfrierungen?
„Wenn Kälte auf den Körper einwirkt, versucht dieser, sich zu schützen und die vorhandene Wärme festzuhalten“, erklärt Dieter Conrad, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Hessen in Neuental. In den Bereichen, die der Kälte stark ausgesetzt sind, verengen sich die Gefäße. Das Gewebe wird weniger durchblutet und mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Je länger dieser Zustand andauert, umso mehr werden die Zellen geschädigt. Im Extremfall sterben sie ab.
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In Rumänien sind in den vergangenen 24 Stunden acht Menschen erfroren, so dass die Gesamtzahl der Kältetoten auf 22 stieg. Das teilte das Gesundheitsministerium in Bukarest mit. In der Nacht herrschten Temperaturen von minus 31 Grad, gemessen in der nordostrumänischen Stadt Radauti. In Südostrumänien tobten erneut Schneestürme. Teile der Autobahn von Bukarest zum Schwarzen Meer wurden vorsichtshalber geschlossen. Dutzende Züge fielen aus.
In Serbien und Bosnien starteten die Behörden einen Rettungseinsatz. Dort wurden Dutzende Menschen mit Hubschraubern aus schneebedeckten Dörfern in Sicherheit gebracht. Zudem wurden Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete geliefert.
Meteorologen sagen weiter Rekordkälte voraus
Auch in Deutschland ist es extrem frostig. Am frühen Morgen meldeten München und Frankfurt minus 10 Grad, Dresden minus 14, Berlin minus 12, Hamburg minus 10, Rostock minus 9, Köln minus 11. In den Innenstädten ist es leicht wärmer, am Stadtrand und auf dem Land sind die Temperaturen deutlich niedriger. Und die Meteorologen kündigen noch kältere Tage an: Am Wochenende werden nachts Werte um minus 20 Grad erwartet.
„Bei mäßigem Wind in den Niederungen können die gefühlten Temperaturen sogar auf bis zu minus 30 Grad sinken“, sagte Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Hessen erwartet die kälteste Nacht des Winters: In Offenbach könnte das Quecksilber auf Tiefstwerte von bis zu minus 20 Grad fallen. „Dort, wo Schnee liegt und kein Wind geht, kann die Marke durchaus erreicht werden“, prognostiziert der DWD.
Grund für die weiter sinkenden Temperaturen in Deutschland ist eine Kaltfront, die derzeit über Polen liegt und langsam nach Deutschland zieht. Bereits in der Nacht zum Mittwoch seien in Polen gebietsweise minus 23 Grad gemessen worden. Diese Kälte kommt laut DWD nun nach Deutschland.
Schöne Seiten des Winters
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Schöne Seiten des Winters
Unter all diesen Winter-Zotteln versteckt sich ein Poitou-Esel.
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Dieser Vierbeiner hat offenbar Spaß im Schnee. Ist ja auch warm angezogen.
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"Was'n hier los?" Labrador Benni guckt sich das Schneegestöber lieber selbst mal an.
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Skifahren auf dem Ochsenkopf bei Bischofsgrün (Oberfranken) im Fichtelgebirge.
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Winterliche Liebeserklärung vor dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
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Volltreffer! Schneeballschlacht bei Torfhaus im Harz.
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Die Natur hatte zwischenzeitlich schon auf Frühling umgeschaltet. Jetzt aber kommt der Winter doch noch einmal mit voller Härte.
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Ufer der Havel in Berlin.
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Ein Rotkehlchen im Ilmpark in Weimar.
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Eingeschneit: Die Skulptur "Gwendolyn" von Niki de Saint Phalle in einem Park vor dem Museum Tinguely in Basel.
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Ein Langläufer zieht bei eisigen Minustemperaturen auf dem Schauinsland im Schwarzwald zieht seine Spur.
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Mit dickem Fell ausgestattet sind diese Pferde auf dem Schauinsland im Schwarzwald.
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Ein Elefant frisst im Tierpark Hellabrunn in München Schnee.
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Der Aasee in Münster ist komplett zugefroren.
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Dem Blick dieses Bären im Allwetterzoo in Münster nach zu urteilen ist es auch der Tierwelt etwas zu kalt.
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Die Bahn muss hier und da mit eingefrorenen Weichen kämpfen, was üblicherweise eine „technische Störung“ genannt wird. Akkus von Handys oder MP3-Playern versagen schnell, wenn sie einfach nur in der Jackentasche getragen werden. Auto-Batterien geben Reheinweise den Geist auf. Der ADAC berichtet, dass seine Helfer im Dauereinsatz sind. Gerade morgens, wenn die Autofahrer zur Arbeit wollen und ihre Fahrzeuge nicht anspringen, sei die Nachfrage besonders groß, sagte Jürgen Grieving vom ADAC in München. Mit bundesweit rund 20.000 Hilferufen genervter Autofahrer pro Tag sei die Nachfrage doppelt so groß wie sonst.
Der ADAC hat Grieving zufolge insgesamt rund 1700 Pannenhelfer im Einsatz. „Wir haben alle Mann an Bord. In Kältephasen wie dieser hat kaum jemand Urlaub.“ Die Wartezeit könne bis zu zwei oder drei Stunden betragen. (swe/vf/dpa/dapd)
Eiseskälte hat Europa im Griff
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Eiseskälte hat Europa im Griff
Im bulgarischen Sofia mussten die Schulen wegen der Kälte schließen. Der Blick aus den Fenstern Straßenbahn fällt auch recht eisig aus.
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Die Palmen am Lungolago-See in der Schweiz sind schneebedeckt.
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Bis zu Minus 27 Grad in Rumänien machen auch den Vierbeinern zu schaffen.
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Sie müsste die Kälte doch gewohnt sein: Lyudmila Prokasheva war 1998 Olympia-Dritte im Eisschnelllauf. Die Trainingseinheiten ihrer Sportschüler in Pavlodar, Kasachstan, ließ die heutige Direktorin trotzdem ausfallen.
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In Kasachstan fielen die Temperaturen auf bis zu Minus 43 Grad Celsius.
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Dank seines dicken Fells steckt dieses Eichhörnchen im Warschauer Lazienki Park den Frost ganz gut weg.
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In Warschau wurden 48 Kohleöfchen aufgestellt, an denen sich Passanten wärmen dürfen.
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Der See in Prag ist komplett zugefroren.
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Die Obdachlosenheime in Bukarest sind voll - viele versuchen hier, den zweistelligen Minustemperaturen zu entgehen und ein warmes Plätzchen zu ergattern.
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Mileikovo in Weißrussland präsentiert sich ganz in Weiß.
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Wichtig bei der Kälte: Gut einpacken und auch das Gesicht schützen.
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Auch die Vierbeiner sollten lieber noch mal zusätzlich warm angezogen werden. "Malfalda" aus Frankfurt hat von ihrem Frauchen einen warmen Mantel bekommen.
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Die Seen in Tuzla, Bosnien, sind von einer dicken Eiskruste überzogen. Die Bauern müssen das Eis aufbrechen, um Wasser für ihre Tiere zu holen.
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In Prag sieht "Wasserball" derzeit anders aus.
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Bitterkalt: Ein Frau schützt in Warschau ihr Gesicht vor der eisigen Kälte. Foto: Andrzej Hrechorowics
Möwen auf der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Frost-Pferde: Verschneiten Pferdefiguren in Aachen. Die Meteorologen sagen auch für die kommenden Tage eisige Temperaturen voraus. Foto: Oliver Berg
Ein totes Blesshuhn liegt in der Eisfläche vom gefrorenen Maschsee in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
Minus 20 Grad: Im polnischen Przemysl zeigt ein Thermometer fast minus 20 Grad an. Foto: Darek Delmanowics
Einige hatten den Winter schon abgeschrieben, doch nun kommt er mit geballter Macht und Dauerfrost. Foto: Julian Stratenschulte
Die ehemalige Start- und Landebahn des Flughafens Berlin Tempelhof: Trotz Sonne klettert das Thermometer in den kommenden Tagen nicht über null Grad Celsius. Foto: Marc Tirl
Genf ist bereits in eine weiße Decke gehüllt.
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