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11. Oktober 2014

Zigaretten: Zoll warnt vor radioaktiven Zigaretten

Laut einem Strahlengutachten hätte das Rauchen der radioaktiven Zigaretten "schwere Gesundheitsschäden" wie die Verbrennung der Atemwege zur Folge gehabt.  Foto: dpa

Am Flughafen in Warschau wurden bereits vor Monaten radioaktive Zigaretten entdeckt. Interpol, BKA und Zoll ermitteln. Ein terroristischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

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Berlin –  

Der deutsche Zoll hat einem Zeitungsbericht zufolge im September eine Warnmeldung vor radioaktiv vergifteten Zigaretten an alle Zollämter herausgegeben. Anlass der Warnung waren verseuchte Schachteln, die Anfang Juni am Flughafen von Warschau beschlagnahmt worden waren, wie die Zeitung "Bild am Sonntag" berichtete. Die Zigaretten in mutmaßlich gefälschter Verpackung trugen demnach deutsche oder polnische Steuerbanderolen.

An und in den Packungen lagen mit Jod 125 radioaktiv verseuchte Metallplättchen, die zur Vergiftung der Zigaretten führten, wie es in dem Bericht weiter hieß. Zusätzlich seien die Deckel mit Strontium 90 verstrahlt gewesen. Interpol sei im August über den Fund informiert worden. Das Bundeskriminalamt leitete die Meldung an den Zoll weiter.

Spekulationen über Anschlag

Ein Zollsprecher bestätigte der "Bild am Sonntag": "Um unsere Kontrollkräfte zu sensibilisieren, wurden bundesweit alle Zollämter über den kontaminierten Zigaretten-Fund informiert und gewarnt, damit die Kollegen bei Kontrollen in Deutschland auf den Fund ähnlicher radioaktiv verseuchter Metallstreifen vorbereitet sind und diese mit Geigerzählern überprüfen können."

Laut einem Strahlengutachten hätte das Rauchen der Zigaretten "schwere Gesundheitsschäden" wie die Verbrennung der Atemwege zur Folge gehabt. Ein sofortiger Tod wäre jedoch nicht zu erwarten gewesen, heißt es in dem Bericht weiter.

Nach Informationen der "BamS" stammen die verstrahlten Zigaretten aus Vietnam. Ein Vietnamese sei von seiner Heimat über Paris nach Warschau geflogen und habe im Reisegepäck eine Kiste mit gefrorenen Krabben gehabt. Darin seien die Zigaretten versteckt gewesen.

Ob die Zigaretten mit deutscher Steuer-Banderole für den deutschen Markt bestimmt waren, wissen die Behörden dem Bericht zufolge noch nicht. Möglicherweise seien Anschläge auf Einzelpersonen geplant gewesen, schreibt die "BamS". Für diesen Verdacht spreche, dass bei der polnischen Polizei die Abteilung für Terrorismus und Kapitalverbrechen ermittele. (afp)

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