Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck treibt die Entwicklung eines neuen Parkinson-Medikaments voran. Für eine zulassungsrelevante Studie seien inzwischen alle Patienten gefunden, teilte Merck am Freitag in Darmstadt mit. Die Studie mit 549 Patienten soll die Wirksamkeit und Sicherheit des Mittels Safinamid als Ergänzungstherapie zu einem Standardmedikament bei Parkinson-Patienten im fortgeschrittenen Stadium untersuchen. Merck hatte 2006 die weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der Substanz gegen Parkinson von der Schweizer Pharmafirma Newron erworben. Newron bekommt von Merck sogenannte Meilensteinzahlungen und soll an künftigen Umsätzen mit dem Medikament beteiligt werden, wenn der Wirkstoff die Zulassung schafft.
Nach früheren Angaben der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA will Merck im Dezember 2011 genügend Daten aus dem Phase-III-Test mit dem Namen „Settle“ gesammelt haben, um zu bewerten, ob Safinamid die vorrangigen Studienziele bestanden hat. Neue Medikamente müssen erst drei Phasen der klinischen Überprüfung vor einem Zulassungsantrag bestehen. Neben diesem Test wird die Substanz derzeit noch in einer weiteren Phase-III-Studie mit dem Namen „Motion“ geprüft. (Reuters)
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