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27. Januar 2015

Hagida: Dutzende Verletzte bei Hagida-Demo

Gegendemonstranten in Hannover.  Foto: dpa

Pfefferspray kam zum Einsatz, Böller und Flaschen flogen: Bei einer Demonstration gegen den Pegida-Ableger Hagida in Hannover werden 29 Menschen verletzt. Es kommt zu etlichen Festnahmen.

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Bei einer Demonstration gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung sind in Hannover 29 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Dienstagmorgen mitteilte, kam es am Montagabend in der Innenstadt zu Auseinandersetzungen zwischen Pegida-Gegnern und der Polizei. Beide Seiten hätten Pfefferspray versprüht. Dabei wurden 24 Beamte und fünf Demonstranten verletzt. Auch Flaschen und Böller seien geflogen. 42 Menschen wurden festgenommen. Etwa die Hälfte von ihnen aus den Reihen des lokalen Pegida-Ablegers Hagida. Sie wurden unter anderem festgenommen, weil sie Böller gezündet haben.

Auf dem Opernplatz hatten sich am Abend zunächst rund 240 Anhänger der Anti-Islam-Bewegung Hagida versammelt. Dabei verstießen laut Polizei mehrere Teilnehmer gegen das Vermummungsverbot und wurden vorläufig festgenommen. Zu einer Gegenversammlung kamen etwa 700 linksgerichtete Demonstranten. Überdies strömten etwa 1000 Menschen zu einem multireligiösen Friedensgebet sowie einer Kundgebung des Bündnisses "Bunt statt Braun" zur Marktkirche. Die Hagida-Gegner sammelten sich im Anschluss auf dem Platz der Weltausstellung - bis zu 2000 wurden es laut Polizei. Es flogen Böller und Flaschen, mehrere vermummte Gegendemonstranten wurden festgenommen.

Es seien 22 Strafanzeigen gegen Hagida-Anhänger unter anderem wegen der Feuerwerkskörper eingeleitet worden sowie 29 Strafanzeigen gegen Hagida-Gegner, teilte die Polizei mit. Unter den 42 Festgenommenen waren 22 linksgerichtete Demonstranten. Alle seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. (afp/dpa)

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