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Pegida
Mit Pegida wächst aus Dresden heraus eine Bewegung aus Nazis und Wutbürgern.

01. Februar 2015

Kassel: 60 Teilnehmer bei Kagida-Demo

Polizisten stehen während der Pegida-Demonstration in Frankfurt am U-Bahneingang der Hauptwache, in dem ein bengalisches Feuer brennt.  Foto: dpa

Der nordhessische „Pegida“-Ableger „Kagida“ demonstriert mit rund 60 Anhängern in Kassel. Sie treffen auf 170 Gegendemonstranten. Am Montag plant das Kasseler „Bündniss gegen Rechts“ eine Kundgebung für ein offenes und fremdenfreundliches Land. Mehrere tausend Teilnehmer werden erwartet.

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Kassel/Frankfurt a.M. –  

Rund 60 Anhänger der islamfeindlichen „Kagida“-Bewegung haben am Sonntagabend in Kassel gegen eine für Montag geplante Demonstration des Kasseler „Bündnisses gegen Rechts“ protestiert. Bei der Kundgebung vor dem Kasseler Rathaus hätten sich ihnen 170 Gegendemonstranten entgegengestellt, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Beide Parteien seien getrennt worden, um mögliche Konflikte zu vermeiden. Zu der Großdemonstration des Kasseler „Bündnisses gegen Rechts“ für ein offenes und fremdenfreundliches Land werden am Montag mehrere tausend Teilnehmer erwartet. Der nordhessische „Pegida“-Ableger „Kagida“ hat indes seinen Protest gegen die Veranstaltung unter dem Motto „Ein Deutschland für alle – Kassel bleibt weltoffen“ angekündigt.

Dem „Bündnis gegen Rechts“ haben sich unter anderem der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), die Kirchen, jüdische und muslimische Gemeinden sowie Gewerkschaften angeschlossen. Zu den Rednern bei der Kundgebung am Montag um 16 Uhr vor dem Kasseler Rathaus gehören neben Hilgen und der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auch Vertreter der religiösen Gemeinschaften. „Wir bekennen uns ganz klar zu den Werten Europas, zu Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz sowie Meinungs- und Glaubensfreiheit“, heißt es in dem Aufruf. Bei einer Demonstration gegen die „Kagida“-Bewegung waren vor einer Woche in Kassel rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.

Ein Pegida-Anhänger zeigt das Victory-Zeichen.  Foto: dpa

Auch in Frankfurt am Main will am Montagabend die „Pegida“-Bewegung wieder demonstrieren. Linke Gegendemonstranten haben für die Kundgebung an der Hauptwache eine Blockadeaktion angekündigt. Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill warnte potenzielle Randalierer, dass die Polizei konsequent gegen sie vorgehen werde.

Pegida Frankfurt Rhein-Main rechnet mit 500 Teilnehmern bei der Kundgebung an der Hauptwache. Vergangenen Montag waren bei Rangeleien zwischen Anhängern und Gegnern in Frankfurt nach Angaben der Polizei 27 Beamte leicht verletzt worden. (epd/dpa)

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