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Pegida
Mit Pegida wächst aus Dresden heraus eine Bewegung aus Nazis und Wutbürgern.

04. November 2015

Pegida in Karlsruhe: Redner rückt Merkel in die Nähe Hitlers

Einen Merkel-Hitler-Vergleich gab es am Montag bereits in Dresden.  Foto: dpa

Der in der rechten Szene bekannte Michael Mannheimer hat auf einer Pegida-Veranstaltung in Karlsruhe vor 60 Anhängern Merkel als "schlimmsten Kanzler seit Hitler" bezeichnet. Montag hatte bereits Aufpeitscher Bachmann für einen Eklat gesorgt.

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Bei einer Kundgebung des fremdenfeindlichen Pegida-Ablegers «Widerstand Karlsruhe» hat ein Redner Angela Merkel (CDU) in die Nähe von Adolf Hitler gerückt. Wörtlich rief der Blogger Michael Mannheimer am Dienstagabend vor rund 60 Anhängern: «Angela Merkel ist der schlimmste Kanzler, den Deutschland seit Adolf Hitler hatte.» Mannheimer warf der Bundesregierung wegen ihrer Flüchtlingspolitik Hochverrat vor und forderte außerdem die Absetzung des Bundespräsidenten. Zu einer lautstarken Gegenveranstaltung in der Karlsruher Innenstadt versammelten sich in unmittelbarer Nähe nach Polizeiangaben rund 300 Frauen und Männer.

Erst am Montagabend hatte Pegida-Gründer Lutz Bachmann Bundesjustizmister Heiko Maas (SPD) bei einer Kundgebung in Dresden in die Nähe des NS-Reichspropagandaleiters Joseph Goebbels gerückt. Er bezeichnete Maas als den «schlimmsten geistigen Brandstifter» seit Goebbels und Karl-Eduard von Schnitzler. Letzterer hatte als Chefkommentator des DDR-Fernsehens mit der Sendung «Der schwarze Kanal» jahrzehntelang gegen Regierung und Medien in Westdeutschland agitiert. (dpa)

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