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Pegida
Mit Pegida wächst aus Dresden heraus eine Bewegung aus Nazis und Wutbürgern.

15. Januar 2015

Pegida: Rudert Lutz Bachmann zurück?

Pegida-Initiator Lutz Bachmann.  Foto: AFP

Der Pegida-Chef hatte sich auf Facebook über einen Artikel in seinem Namen auf der Seite des Satiremagazins Titanic beschwert und rechtliche Schritte angekündigt. Mittlerweile ist Bachmanns Facebook-Post nicht mehr zu finden.

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Mit der Androhung von rechtlichen Schritten hat Lutz Bachmann auf einen Text des Satiremagazins Titanic reagiert. Die hatte am Donnerstag den Pegida-Initiator aufs Korn genommen - der Veralberte selbst fand das nicht lustig und drohte mit rechtlichen Schritten. Dafür erntete der 42-Jährige viel Spott in sozialen Netzwerken, hatte er sich doch erst am vergangenen Montag noch bei einer Pegida-Demonstration für Meinungsfreiheit ausgesprochen und seine Solidarität mit Charlie Hebdo bekundetet. Offenbar zeigte die Häme Wirkung: Der Facebook-Eintrag war am Freitagvormittag nicht mehr auf der Pinnwand von Bachmann zu finden.

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Der Anstoß für Bachmanns Zorn: Unter dem Titel "Bitte keine Vorurteile" ist auf der Webseite der Titanic ein fiktiver Gastkommentar von Bachmann veröffentlicht, in dem es unter anderem heißt: "Deutsche! In Dresden ist am Montagabend ein zwanzigjähriger Asylbetrüger Asylbewerber tot aufgefunden worden – freilich: Dies ist sehr bedauerlich. Außer, daß er durch Stichwunden zu Tode kam, ist nichts bekannt, doch die Medien besitzen die Unverfrorenheit, in ihren Hetzartikeln eine Verbindung zu den friedlichen (!) Märschen der Pegida-Bewegung herzustellen, die sich unter Dresdens Bürgern einer großen Beliebtheit erfreuen."

Der Artikel schließt mit den Worten "Die Vorverurteilung durch gleichgeschaltete Presseorgane trifft mich wie ein Stich ins Herz. Bitte seien Sie klüger. Heil Hitler und einen schönen Tag."

Der Original-Post auf Bachmanns Facebook-Seite - inzwischen wurde der Eintrag jedoch gelöscht.  Foto: Facebook Screenshot

Bachmann schrieb dazu in seinem nun gelöschten Eintrag: "Was hier abläuft, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten! Ich habe nie irgendeinen Kommentar abgegeben und mit Satire hat dies nix mehr zu tun! Das ist ganz klar Rufmord und ich werde es definitiv unseren Anwälten übergeben!" (FR)

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