Der Sommer ist noch nicht zu Ende, das sieht man schon an daran, dass die Blumen auf den Wiesen und Feldern bunt blühen. Doch egal, ob man Blumen von einem Sommerspaziergang mitbringt, oder sie in einem üppigen Strauß geschenkt bekommt, ein Problem gibt es immer: Schon nach wenigen Tagen lassen sie die Köpfe hängen und ergeben sich ihrem trockenen Schicksal. Doch Blumen können mehr als das, sie lassen sich gut konservieren. Zum Beispiel indem man sie presst. Und da man nicht viel dazu braucht, ist es nicht nur billig, sondern zudem ohne großen Aufwand zu realisieren.
Die gepressten Blumen werden schließlich vorsichtig mit einigen Tupfern Kleber auf ein Papier geklebt. Dann noch in Schönschrift festhalten, um welche Blumenart es sich handelt und wo und zu welchem Zeitpunkt sie gefunden wurde. Dann das Papier in eine Klarsichtfolie stecken und abheften. Wenn man möchte, kann man die gepressten Blumen auch einlaminieren, das sieht noch edler aus. Wie es geht und was man mit den getrockneten Schönheiten machen kann, erklären wir Schritt für Schritt:
Gut zum Pressen eignen sich dünne, zarte Blumen wie Primeln, Stiefmütterchen, Mohn, Schneeglöckchen, Veilchen, Gänseblümchen oder alle Kleearten. Die optimale Zeit zum Blumenpflücken ist zwischen 11 Uhr und 15 Uhr. Morgens ist es wegen des Taus noch zu feucht und abends sind die Blüten
geschlossen. Die Blumen sollten sobald wie möglich nach dem Pflücken verarbeitet und
gepresst werden. Wartet man zu lange, erschlaffen die Blätter, oder die Blüten schließen sich.
Man braucht: Schwere Bücher (je schwerer, desto besser) oder eine Pflanzenpresse (gibt es ab 10 Euro im Bastelladen), Lösch- oder Küchenpapier und ein Pinzette.
Da die Blumen beim Trocknen Flüssigkeit abgeben, muss man sie in Löschpapier einbetten. Alternativ geht auch Küchenkrepp. Blumen einzeln zwischen zwei Löschpapiere in oder auf ein dickes Buch legen. Achtung: Dicke Blumen mit vielen Blättern müssen gegebenenfalls vorher ausgedünnt werden. Man sollte außerdem darauf achten, dass die Blüten und Blätter sorgfältig ausgerichtet sind und nicht überlappen, sonst kleben sie
später zusammen.
Nun müssen die eingebetteten Blumen beschwert werden, am besten mit
dicken Büchern. Hat man das Gefühl, dass dies nicht reicht, kann man auch noch einen Ziegelstein darauflegen.
Je nach Dicke der Blume kann es zwischen zwei und drei Wochen dauern, bis sie getrocknet ist. Nach zwei bis drei
Tagen kann man vorsichtig nachsehen, ob die Blumen richtig liegen und eventuell Korrekturen vornehmen. Doch Vorsicht: Nicht mit den Händen berühren, da das Hautfett die Farbe der Blüten
beeinträchtigen kann. Lieber zur Pinzette greifen. Damit die Farben kräftig bleiben, sollte man das Löschpapier mehrmals wechseln.
Nach dem Pressen kann man mit den getrockneten Blüten kreativ sein.
Besonders schön machen sie sich als Verzierung auf Briefpapier oder Einladungskarten. Getrocknete Rosenblätter sind eine beliebte Tischdekoration.