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Blumen pressen: Den Sommer im selbst gemachten Herbarium konservieren

Herbarium oder kurz Herbar, das ist einerlei. Der aus dem lateinischen stammende Ausdruck (herba = Kraut) bezeichnet eine Sammlung getrockneter und gepresster Pflanzen oder auch nur Pflanzenteile ursprünglich für wissenschaftliche Zwecke. Das Herbarium Senckenbergianum in Frankfurt am Main ist mit über 1 Million Sammlungsbelegen das fünftgrößte Herbar Deutschlands und hat internationale Bedeutung. Es geht aber auch kleiner für weniger wissenschaftliche Zwecke: Denn schön aussehen kann ein Herbarium obendrein.

Auch ohne Garten ist es möglich: Wie alles, kann man auch einzelne getrocknete Blüten oder ganze Herbarien-Sets im Internet bestellen. Kreativ anbringen muss sie aber jeder selbst.
Auch ohne Garten ist es möglich: Wie alles, kann man auch einzelne getrocknete Blüten oder ganze Herbarien-Sets im Internet bestellen. Kreativ anbringen muss sie aber jeder selbst.
Foto: Maksim Shebeko/Fotolia

Der Sommer ist noch nicht zu Ende, das sieht man schon an daran, dass die Blumen auf den Wiesen und Feldern bunt blühen. Doch egal, ob man Blumen von einem Sommerspaziergang mitbringt, oder sie in einem üppigen Strauß geschenkt bekommt, ein Problem gibt es immer: Schon nach wenigen Tagen lassen sie die Köpfe hängen und ergeben sich ihrem trockenen Schicksal. Doch Blumen können mehr als das, sie lassen sich gut konservieren. Zum Beispiel indem man sie presst. Und da man nicht viel dazu braucht, ist es nicht nur billig, sondern zudem ohne großen Aufwand zu realisieren.

Die gepressten Blumen werden schließlich vorsichtig mit einigen Tupfern Kleber auf ein Papier geklebt. Dann noch in Schönschrift festhalten, um welche Blumenart es sich handelt und wo und zu welchem Zeitpunkt sie gefunden wurde. Dann das Papier in eine Klarsichtfolie stecken und abheften. Wenn man möchte, kann man die gepressten Blumen auch einlaminieren, das sieht noch edler aus. Wie es geht und was man mit den getrockneten Schönheiten machen kann, erklären wir Schritt für Schritt:

Blumenpresse - Wie es richtig geht
1. Blumen pflücken

Gut zum Pressen eignen sich dünne, zarte Blumen wie Primeln, Stiefmütterchen, Mohn, Schneeglöckchen, Veilchen, Gänseblümchen oder alle Kleearten. Die optimale Zeit zum Blumenpflücken ist zwischen 11 Uhr und 15 Uhr. Morgens ist es wegen des Taus noch zu feucht und abends sind die Blüten
geschlossen. Die Blumen sollten sobald wie möglich nach dem Pflücken verarbeitet und
gepresst werden. Wartet man zu lange, erschlaffen die Blätter, oder die Blüten schließen sich.

Autor:  Victoria Schneider
Datum:  19 | 8 | 2011
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