Pflanzen & Tiere

22. Oktober 2012

Dünger für den Garten: Die Alternative für Komposthaufen

 Von Bernd Lothringer
Gut versteckt: Schnellkomposter lassen sich fast überall im Garten platzieren ohne die Idylle zu stören.  Foto: CHRIS LOFTY/FOTOLIA

Mit Thermokompostern können Hobbygärtner rasch Abfälle recyceln, doch es gibt einiges zu beachten.

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Eigener Kompost ist das Gold des Gärtners. Er dient als Dünger, lockert den Boden und versorgt ihn mit Phosphor. „Doch gerade in Großstädten können Hobbygärtner mit dem Komposthaufen Probleme bekommen“, sagt Pflanzendoktor Jenne Packwitz. So fühlten sich Nachbarn schnell von den entstehenden Gerüchen gestört. Zugleich sei der Pflegeaufwand groß und neben dem Beruf nur schwer zu leisten.

„In solchen Fällen ist die Anschaffung eines Schnell- oder Thermokomposters eine gute Alternative.“ Die in der Regel bis zu einem Quadratmeter großen Geräte kosten zwar um die hundert Euro, aber sie leisten auch etwas. „Thermokomposter sind geschlossene Systeme, sie halten Wärme und Feuchtigkeit und lassen die Luft zirkulieren, so herrschen immer die optimalen Wärme- und Feuchtigkeitsbedingungen für den Umsetzungsprozess“, so Packwitz. Auch lassen sich die kleinen Geräte fast überall aufstellen und schnell wieder umsetzen. Das mühselige Umschichten des Komposts im Frühjahr entfällt.

Was die Geschwindigkeit angeht, ist jedoch vor zu hohen Erwartungen zu warnen. Wer eine schnelle Kompostierung wünscht, sollte nur leicht verrottendes Material einfüllen. Hierzu gehören Rasenschnitt, Laub, Kraut und gehäckselte Äste – große Holzstücke verlangsamen den Prozess. Zu Beginn der Kompostierung muss Wasser zugegeben und mit Mikroorganismen oder Pilzen versetzt werden. „Hierfür bietet der Handel spezielle Pulver oder Flüssigkeiten an, es lassen sich aber auch Pilze oder Würmer verwenden.“

Bei Speiseresten ist Vorsicht angeraten. Gerät zu viel Obst hinein, bildet sich Ethylen, das von Füchsen oder Ratten leicht gewittert wird. Fleischreste gehören grundsätzlich nicht in den Kompost. Tee und Kaffeereste sind dagegen unbedenklich, Eierschalen wirken sogar positiv, denn sie erhöhen den Kalkwert des Komposts. Beachtet man alle Tipps, kann der Schnellkomposter binnen zehn Wochen besten Kompost liefern – völlig geruchsfrei und ganz ohne Ärger mit dem Nachbarn.

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