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Pflanzen & Tiere

01. September 2011

Garten im September: Jetzt stehen Aufräumarbeiten für den Winter an

 Von Johannes Neisinger
Der Herbst bringt den Hobbygärtnern noch einmal viel Arbeit: Wer jetzt die Erde umgräbt, fördern das Wachstum seiner Pflanzen. Werden verdichtete Flächen und harte Erdkrusten aufgelockert, kann der Boden wieder besser atmen und reichert sich mit Nährstoffen an.Foto: djd/Viking

Die Blätter fallen, die Tage werden kürzer, die Freiluftsaison neigt sich dem Ende zu. Gerade im Herbst gibt es alle Hände voll zu tun, zum Beispiel Laub beseitigen, Hecken beschneiden und Gartenmöbel reinigen. Der Grundstein für eine erfolgreiche kommende Gartensaison wird in dieser Jahreszeit gelegt.

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So bleibt das Werkzeug in Schuss

Eine sorgfältige "Winterkur" zahlt sich für Gartenwerkzeuge aus, denn die kontinuierliche Pflege verlängert ihre Haltbarkeit. Nach der Reinigung halten ein paar Tropfen Maschinenöl Federn und Gelenke in Schuss. Es lohnt sich auch, gleich das Messer der Heckenschere und die Kette der Motorsäge nachschleifen zu lassen, um im Frühjahr direkt wieder durchstarten zu können. Da Kraftstoff altert und seine Zündfähigkeit damit abnimmt, ist es ratsam, den Tank der Geräte mit Benzinmotor vollständig zu entleeren. Die Gartenhelfer sollten auf jeden Fall frostfrei und gut abgedeckt überwintern.

Äpfel und Birnen, Zwetschgen und Brombeeren: jede Menge süße Vitamine sind im September erntereif und müssen gepflückt werden. Ähnlich sieht es in den Gemüsebeeten aus. Brech- und Buschbohnen, Knollensellerie, Weißkohl, Wirsing und Rote Bete wetteifern mit Brokkoli und Blumenkohl, Karotten, Kohlrabi, Zucchini und Zuckermais und sogar noch mit Tomaten um die Gunst der Gärtner und Köche. In der Küche ist jetzt Hochsaison für Einmachfreunde, die süßes und sauer Eingelegtes für den langen Winter vorbereiten. Frisches Grün liefern jetzt noch die verschiedensten Salatsorten. Frostempfindliche Gemüse wie Gurken und Tomaten freuen sich über einen "Wärmeschutz" zum Beispiel mit einer mobilen "Orangerie" von Engelbert Kötter, damit ihnen die ersten Nachtfröste nichts anhaben können. Sie eignet sich später auch sehr gut zum Überwintern frostempfindlicher Kübelpflanzen auf der Terrasse. Beim Rosenkohl kann man die Spitzenknospen abbrechen - das fördert eine schnellere Entwicklung der Röschen.

Vitamine für Herbst und Winter

Wer sich bis spät in den Herbst hinein frische Vitamine sichern möchte, pflanzt im September Feldsalat, späte Spinatsorten, Portulak oder Löffelkraut, Radieschen oder Wintererbsen. Wer sich das Unkrautjäten ersparen möchte, benutzt Unkrautvliese etwa von Gutta. Sie werden auf den Boden aufgebracht und bekommen überall dort, wo ein Pflänzchen gesetzt wird, einen Einschnitt - ringsum verhindern sie zuverlässig, dass unerwünschte Kräuter sich entwickeln (mehr unter www.gutta.de).

Teilen, pflanzen, düngen

Rhabarber und Johannisbeeren lassen sich jetzt durch Teilen und Neueinpflanzen vermehren. Narzissen kommen als erste der Frühlingsblüher-Zwiebeln im September in den Boden. Ebenfalls anzupflanzen sind jetzt noch Stauden für 2012. Auf leeren Beeten kann man etwas für die Verbesserung der Bodenqualität tun - am besten mit einer natürlichen Gründüngung. Geeignet ist zum Beispiel Senfsaat, Ölrettich, Winterroggen oder der hübsch blühende Bienenfreund. Im nächsten Februar wird das Grüngut einfach flach in den Boden untergearbeitet und gibt ihm neue Nährstoffe. Zur Vorbereitung der leeren Beete und zur Einarbeitung der Gründüngung eignen sich Gartenhacken. Ideal sind dafür Multifunktionsgeräte etwa von Stihl, die sich mit wenigen Handgriffen zur Motorhacke, Sense, oder Heckenschere, zum Baumentaster oder Laubbläser umrüsten lassen (Infos: www.stihl.de). Im normalen Hausgarten können sie eine Vielzahl von Arbeiten erledigen und machen die Anschaffung eines größeren Maschinenparks überflüssig.

Winterquartier für den Igel

Der Laubbläser zeigt jetzt auch in der Rasenpflege, was er kann. Denn das fallende Laub muss von den Rasenflächen gründlich entfernt werden, damit die Graspflanzen atmen können. Im Handumdrehen geht das mit der starken Hilfe eines Gebläses. In einer windgeschützten Ecke kann man einen Laubhaufen "aufblasen" und liegen lassen - er ist ein beliebtes Winterquartier für den Igel, der sich als Vertilger von Insekten, Larven und Schnecken um den Garten verdient macht. Auf Beetflächen kann das Laub als natürlicher Mulch ruhig liegenbleiben. Rasen schneiden ist im September nur noch selten nötig - er sollte auch nicht mehr zu kurz geschoren werden. Mit einem Mulchmäher etwa von Viking erspart sich der Gärtner das Zusammenrechen der Schnittreste. Sie werden beim Mähvorgang so fein gehäckselt, dass sie als natürliche Düngung liegen bleiben können. Im September ist letzte Gelegenheit, Rasen neu anzusäen oder nachzusäen. So haben die Samen gerade noch genügend Zeit sich zu entwickeln und vor dem Winter einzuwurzeln.

Kompost im Herbst umsetzen

Rasenschnitt, Pflanzenabschnitte, Essensreste aus der Küche und Laub: Auf der Kompostmiete hat sich das Jahr über eine Menge Material angesammelt. Damit im Frühjahr zur Pflanzzeit genügend selbst erzeugter Humus bereitsteht, wird der Kompost im September umgesetzt. Eine gut durchlüftete Kompostmiete kann man ganz einfach bauen: Ein Stück verzinkter Maschendraht mit engen Maschen und einer Größe von ca. drei mal einem Meter genügt. Der Maschendraht wird einfach zu einem runden Silo geformt und zu einem Zylinder verbunden. Als unterste Schicht im neuen "Silo" empfiehlt sich Rindenmulch, der als Drainage dient und die Belüftung verbessert. Darüber kommt immer in Schichten von rund fünf Zentimetern reifer Kompost, der die Verrottung anregt, junger Kompost, der für eine bessere Durchlüftung mit Hackgut vom Baum- und Strauchbeschnitt gemischt wird, und darüber eine Schicht Gartenerde. Um gleichmäßiges Hackgut zu erzeugen, sind Häcksler z.B. von Viking, die Zweige und kleinere Äste zerkleinern können. Die Schichtung wiederholt man, bis die Kompostmiete gefüllt ist, jede Schicht wird zwischendurch gut gewässert. Den Abschluss bildet am besten eine dicke Laubschicht. Jetzt heißt es nur noch, der Natur ihren Lauf lassen - um aus dem reifen Kompost beste Gartenerde zu gewinnen.

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