kalaydo.de Anzeigen

Pflanzen & Tiere

29. September 2012

Obst aus dem Garten: Äpfel vom eigenen Baum

 Von Ina Sperl
Gute Planung für den Obstgarten. Wer eigenes Obst im Garten haben möchte, sollte sich gut beraten lassen.  Foto: Wandersmann/Pixelio

Zwar geht im Herbst die Erntezeit zu Ende, doch gleichzeitig kann man für nächstes Jahr seinen Obstgarten planen und pflanzen.

Drucken per Mail

Der Herbst kommt, und mit ihm geht das Gartenjahr langsam zu Ende. Doch noch ist Hauptsaison für alle, die gerne in der Erde wühlen, ihren Garten für die kommende Saison vorbereiten oder umgestalten wollen. Stauden und Zwiebelblumen werden jetzt gepflanzt, auch Gehölze und wurzelnackte Rosen kommen in die Erde, bevor es richtig kalt wird.

Herbst ist aber auch Erntezeit: Äpfel und Birnen sind reif, Quitten sowie die letzten Pflaumen und Brombeeren. Wer auf den Geschmack kommt und im kommenden Jahr eigenes Obst ernten möchte, hat jetzt noch genügend Zeit, zu planen und zu pflanzen.

Die Fülle an angebotenen Bäumen und Sträuchern ist groß und kann verwirrend sein. Selbst wenn zum Beispiel die Wahl schon auf einen Elstar-Apfel gefallen ist, finden sich im gut sortierten Handel mehrere Größen der Sorte – vom Kleinst- über den Busch-Baum über den Halb- bis zum Hochstamm. Je nach Garten ist eine andere Größe geeignet. Ein Hochstamm braucht zum Beispiel viel Platz, für einen Blumenkübel sollte der kleinst mögliche Baum gewählt werden. „Bei Obst würde ich von Spontankäufen abraten“, sagt Oliver Fink, Baumschulinhaber und Vorsitzender des Verband der Gartenbaumschulen. „Man sollte sich gut beraten lassen.“

Was eignet sich?

„Äpfel, Kirschen, Zwetschgen – die alle sind kein Problem, auch im städtischen Raum“, sagt Fink. „Von Birnen würde ich als Anfänger aber die Finger lassen.“ Denn der Baum ist anfällig für den Birnengitterrost, der in Gärten weit verbreitet ist, weil der Pilz auf Wacholder überwintert. Auch von mediterranen Pflanzen wie Oliven und Feigen rät Fink ab. „Die sind schwer über den Winter zu bringen.“

Viele der gängigen Obstsorten gibt es als Kleinstbäume, die sich auch im Kübel auf Terrasse oder Balkon wohlfühlen. „Mit einem guten Sommerschnitt können solche Apfelbäume etwa auf zwei Meter Höhe gehalten werden, im kleinen Topf vielleicht sogar auf 1,50 Meter“, sagt Fink. Auch Beerenobst eignet sich, wenn nur wenig Platz vorhanden ist. Stachelbeeren gibt es zum Beispiel als Stämmchen, Brombeeren brauchen ein Spalier zum Ranken.

Gepflanzt wird, so lange der Boden frostfrei ist. „Ein Hauch morgendlicher Frost schadet nichts, der Boden darf nur nicht durchgefroren sein“, sagt Fink. Wichtig bei Bäumen mit Veredelungsstellen: diese Stellen müssen über der Erde bleiben. Als Faustregel sollte das Loch anderthalb Mal so tief sein wie der Pflanzballen hoch ist. „Mischen Sie Bodenverbesserer in die Erde und geben sie etwas davon in das Loch, ehe Sie die Pflanze hineinsetzen“, rät Fink. Dann den Rest der Erde einbringen und die alles gut einschlämmen. Nur wenn der Herbst besonders trocken ist, sollte später noch gegossen werden. Dünger braucht die Pflanze erst wieder im übernächsten Jahr.

Bäumen und Sträuchern, die tief in der Gartenerde wurzeln, kann der Winter in der Regel nichts anhaben. Pflanzen in Töpfen dagegen müssen gut eingepackt werden. Denn die Wurzeln leiden, wenn sie einfrieren und auftauen. Daher sollte simuliert werden, dass sie sich im Boden befinden – mit einer guten Isolierung. „Man kann mehrfach Noppenfolie um einen Topf wickeln“, sagt Fink. „Oder man häuft Laub um den Kübel und hält alles mit einem Kokosmantel zusammen.“ Gut funktioniere es auch, mehrere Töpfe zusammenzustellen. „Darum stellen Sie dann einen Wall aus Säcken mit Blumenerde, denn die brauchen Sie im Frühjahr sowieso.“ Damit das Ganze erträglich aussieht, können die Säcke zum Beispiel mit Kokosmatten verdeckt werden. Auf Balkonen und Terrassen, wo die Töpfe an einer Hauswand stehen können, sollten sie zumindest von vorne geschützt werden.

Auch im Winter brauchen Kübelpflanzen Wasser. „Bei frostfreiem Wetter sollten Sie mit kaltem Wasser gießen. Aber nur wenig, so dass die Erde feucht bleibt.“

Jetzt kommentieren

Anzeige
Advertorial

Bitte treten Sie ein: „Living Rhein-Main“ öffnet Ihnen die Türen zu den schönsten und exklusivsten Wohndesigns.

Anzeige

Finden Sie Ihre Wohnung im Immobilienmarkt der Frankfurter Rundschau auf kalaydo.de