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Pflanzen & Tiere

16. Dezember 2011

Orchideen: Profiwissen vom Gärtner

Blütenpracht: Obwohl ihnen ein divenhaftes Aussehen anmutet, sind Orchideen im Pflegeanspruch sehr genügsam. Foto: dpa

Die Orchideenpflege erweist sich häufig als schwierig. Da jede Pflanze anders auf bestimmte Einflüsse reagiert, gibt es keine Regeln für ihre Pflege. Wohl aber ein paar hilfreiche Richtlinien.

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Der ausgebildete Gärtner Jörn Pinske ist sich sicher, dass man mit Beobachtungsgabe und Geduld, erfolgreicher Orchideenhalter werden kann. In seinem Praxisratgeber „So pflege ich meine Orchideen“ beschreibt er die gängigsten Orchideenarten und ihre Pflegeansprüche. Überdies erhält der Leser allgemeine Informationen und Tipps zu Pflege und Vermehrung.
Das Gießen ist Pinske zufolge die schwierigste Aufgabe bei der Pflege. Wie oft und wie viel gegossen wird, hänge von vielen Faktoren ab - etwa von Orchideenart, Substrat, Jahreszeit, Standort und davon, ob die Pflanze gerade wächst oder ruht. Zudem seien auch die Wasserqualität, die Luftfeuchtigkeit, sowie Licht und Temperatur wichtig für die Entwicklung der Orchidee.

Orchideen sind genügsam

Der Vorteil von Orchideen sei ihre Genügsamkeit. Man könne seine Pflanze auch mal vernachlässigen, schreibt der Autor. Sie komme mit relativ wenigen Nährstoffen aus. Im Urlaub brauche man sich also keine Sorgen um seine Blume zu machen.
Wer Orchideen gerne vermehren möchte, macht dies am besten anhand der vegetativen Vermehrung, empfiehlt Pinske. Die Pflanze werde dabei einfach geteilt. Das Umtopfen sei nur alle zwei Jahre nötig. Man sollte jedoch auf richtiges Substrat und Gefäße achten.

Die Orchidee des Jahres

Zum Autor

Jörn Pinske ist ausgebildeter Gärtner, arbeitete viele Jahre bei der bekannten Orchideengärtnerei Wichmann in Celle und war dort für Kultur und Vertrieb der Orchideen zuständig. Danach betrieb er einen Schaugarten mit Kleingewächshäusern aller führenden Hersteller, um ihre Konstruktion und praktischen Nutzung für Hobby-Gärtner aufzuzeigen. Schließlich wechselte er in den Vertrieb von Spezialdüngern und Pflanzenschutzprodukten. Er ist seit mehr als 30 Jahren als Autor von Gartenbüchern und Beiträgen in Fachzeitschriften tätig.

Orchidee des Jahres duftet nach Holunder Lautertal (dapd). Es duftet zart nach Holunder, kommt aber weitaus seltener vor als der bekannte Strauch: Das gelbblühende Bleiche Knabenkraut ist eine in Deutschland selten gewordene Orchidee. Deshalb hat der Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) sie zur Orchidee des Jahres 2012 gekürt. Das Bleiche Knabenkraut gehört zu den Frühblühern, so dass es meist als erste Orchideenblüte etwa Ende März bis Mitte April zu sehen ist: Zu diesem Zeitpunkt sind die Wälder, in denen es siedelt, noch weitgehend unbelaubt. Dadurch kann viel Licht den Boden erreichen, ihn erwärmen und so günstige Wachstumsbedingungen schaffen. Diese Orchidee kann Populationen von

mehreren hundert blühenden Exemplaren ausbilden: Dann sind die bis zu 30 Zentimeter hohen Pflanzen mit ihren hellgelben Blüten und kräftigen lindgrünen Blättern kaum zu übersehen.Bei Wärme und in den Abendstunden verbreitet das Bleiche Knabenkraut seinen Duft nach Holunder: Dieser wirkt nicht nur auf Insekten anziehend, sondern manchmal auch auf Schwarzwild, für das die stärkehaltigen Knollen eine Delikatesse darstellen.

Die perfekte Orchidee – made in Taiwan
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