Die Chrysanthemen-Ausstellung ist bis Sonntag, 4. November, in der Galerie am Palmenhaus, im Palmengarten, Siesmayerstraße 61, zu sehen. Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr.
Eintrittspreise: Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder (6 bis 14 Jahre), Schüler und Studenten zwei Euro. Senioren kostet der Eintritt vier Euro, Erwachsene mit Frankfurt Pass ein Euro, Kinder 50 Cent.
Anfahrt: Station Bockenheimer Warte (U4, U6, U7, Straßenbahn 16, Buslinien 32, 50, 75) oder Westend (U6, U7) oder Buslinie 36 bis Station Palmengarten.
Weitere Infos: www.palmengarten.de
Chrysantheme, das ist Altgriechisch und bedeutet goldene Blüte oder Blume. Ursprünglich stammt sie aus Asien, ein etwas altbackenes Image haftete ihr lange Zeit an. Zu Unrecht eigentlich. Das findet nicht nur Karin Wittstock, die im Palmengarten für das Kulturprogramm verantwortlich ist und die Ausstellung eröffnete. Im Garten entfaltet die Zierpflanze ihre Pracht, wenn fast alle anderen Stauden sich schon verausgabt haben. Die Chrysantheme blüht erst, wenn die Tage kälter und kürzer werden. „So muss sie sich nicht mit der Rose um Schönheit streiten und kann schön den Herbst begleiten“, sagt Wittstock.
In China symbolisiert die Chrysantheme den Herbst und gilt wegen ihrer Blütezeit in der kühlen Saison als Symbol des Mutes. In China und Japan schätzt man nicht nur ihre Schönheit, sondern spricht ihr auch große Heilwirkung zu. Tee, Wein und Gewürz aus Chrysanthemen sind dort weit verbreitet. Rund 5000 Sorten gibt es. 50 davon sind nun im Palmengarten ausgestellt – in den verschiedensten Formen, Farben und Größen. Allesamt von den Gärtnern des Palmengartens selbst gezogen.
Wittstock fordert Besucher auf, ganz genau hinzusehen. Da ist etwa diese violette Chrysantheme gleich am Eingang der Ausstellung. Die sieht aus, als habe sie eine missglückte Dauerwelle verpasst bekommen.
Zwischen 20 und 40 Tage lang blühen Chrysanthemen - die Pflanzen gedeihen aber nur, wenn sie regelmäßig und ausreichend gegossen werden, auch bei Regenwetter. (Bild: Warnecke/dpa/tmn)