Der Personalstreit in der Bundesspitze der Piratenpartei eskaliert. Vizeparteichef Sebastian Nerz warf dem politischen Geschäftsführer Johannes Ponader in einem Interview mit der „Welt“ (Samstagsausgabe) Alleingänge vor und brachte personelle Konsequenzen ins Spiel. „Es gibt ein Problem des Vorstandes mit Johannes Ponader“, sagte Nerz. Ponader ignoriere Mehrheitsmeinungen des Vorstandes, wenn diese ihm nicht passten. „Teilbereiche des Vorstandes sind heute nicht arbeitsfähig.“
Zur derzeitigen Eskalation trug dem Bericht zufolge bei, dass der parteiintern umstrittene Ponader sich gegen einen Mehrheitsbeschluss des Vorstandes stellte und eine Einladung zur einer TV-Talkshow annehmen will. Als Ausweg aus der Krise nannte Nerz zwei Möglichkeiten: „Die Aufgaben werden nur noch einzeln bearbeitet. Notwendige Dinge wie eine gemeinsame Medienstrategie wären dann allerdings nicht möglich.“ Als zweite Möglichkeit nannte er: „Es müssen personelle Konsequenzen gezogen werden: Das wären dann Rücktritte.“ (afp)
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