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06. Februar 2014

"Fuck the EU": Merkel verärgert über "Fuck EU"-Beleidigung

Victoria Nuland mit dem ukrainischen Präsidenten Vitkor Janukowitsch.  Foto: dpa

Die Beziehungen zwischen den USA und der EU sind seit dem NSA-Abhörskandal ohnehin lädiert. Da kommt es sehr ungelegen, wenn sich eine hohe US-Diplomatin beim Lästern erwischen lässt.

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Die Beziehungen zwischen den USA und der EU sind seit dem NSA-Abhörskandal ohnehin lädiert. Da kommt es sehr ungelegen, wenn sich eine hohe US-Diplomatin beim Lästern erwischen lässt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat abfällige Äußerungen einer US-Spitzendiplomatin über die EU-Bemühungen zur Lösung der Ukraine-Krise scharf kritisiert. Die Äußerung sei "absolut inakzeptabel", zitierte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag die Bundeskanzlerin. Die Kanzlerin sei der Auffassung, dass die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton "einen hervorragenden Job" mache. Die EU bemühe sich weiter mit großer Intensität, die Lage in der Ukraine zu beruhigen.

Die Europa-Abteilungsleiterin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, hatte in einem auf YouTube veröffentlichten Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew gefordert, dass eine politische Lösung in der Ukraine auf die Ebene der Vereinten Nationen gehoben werden solle. Ihre Ausführung endet an dieser Stelle mit dem Fluch "Fuck the EU".

Das US-Außenministerium zweifelte am Donnerstag nicht an der Echtheit des Mitschnitts. „Ich sage nicht, dass dies nicht authentisch ist. Ich meine, dabei sollten wir es belassen“, sagte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki auf Fragen von Journalisten. Nuland habe ihre EU-Partner kontaktiert und sich für die Äußerungen entschuldigt. Zugleich beschuldigten das State Department und das Weiße Haus Russland, hinter der Veröffentlichung des bereits vor Tagen geführten Gesprächs zu stehen. „Dies ist ein neuer Tiefstand der russischen Spionagetaktik“, sagte Psaki. (dpa)

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