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21. März 2016

AfD-Aufstieg: Hätten die Parteien nur auf Sarrazin gehört

Thilo Sarrazin: Er ist wieder da.  Foto: Sascha Rheker

Thilo Sarrazin (71), Buchautor und SPD-Mitglied, gibt den etablierten Parteien die Schuld am Aufstieg der rechtspopulistischen AfD.

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Der umstrittene Buchautor Thilo Sarrazin (71) gibt den etablierten Parteien die Schuld am Aufstieg der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). CDU und SPD hätten Hinweise auf "die Risiken einer falschen Einwanderung" nicht ernst genommen, sagte der frühere SPD-Politiker den Zeitungen "Bild" und "B.Z." (Montag). Hätten sie entsprechend gehandelt, "wäre die AfD 2013 gar nicht erst gegründet worden oder hätte zumindest nicht diese Wahlerfolge". Sarrazin hatte mit seinem Millionenbestseller "Deutschland schafft sich ab" 2010 eine Debatte über Integration entfacht und auch scharfen Widerspruch geerntet.

In der Flüchtlingspolitik gebe es zwischen CDU, SPD, Grünen und Linkspartei kaum Unterschiede, die Bürger sähen sich einer Einheitsfront gegenüber, kritisierte der frühere Berliner Finanzsenator nun. Den jüngsten Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei bezeichnete Sarrazin als Erfolg, der allerdings "ein Jahr und 1,2 Millionen Flüchtlinge zu spät" komme. Deutschland verlagere den Schutz seiner Grenzen auf einen Staat, der bei der Durchsetzung weniger Skrupel habe. "Im Kern verlässt sich Angela Merkel darauf, dass unsere Grenzen von zwei Halbdiktatoren geschützt werden - davon heißt der eine Erdogan und der andere Putin", sagte Sarrazin.

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