Aktuell: Wochenend-Magazin FR7 | FR-Recherche: Medikamententests an Heimkindern | Türkei | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | US-Wahl
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

15. März 2016

AfD Krefeld: AfD vergleicht sich mit verfolgten Juden

Die Partie ist vorbei: Jetzt geht die rechtspopulistische AfD wieder zur Tagesordnung über.  Foto: AFP

Der Kreisverband der AfD-Krefeld vergleicht die Lage der Parteimitglieder und Sympathisanten mit der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. AfD-Mitglieder müssten bald einen "blauen Stern" tragen, heißt es.

Drucken per Mail

Ein Vergleich der eigenen Lage mit der Judenverfolgung durch die Krefelder AfD erregt die Gemüter. Am Dienstag berichtete die "Rheinische Post" über einen Facebook-Post des Kreisverbandes von Anfang März. Darin sagte die Partei voraus, dass AfD-Mitglieder bald einen "blauen Stern" tragen müssten - eine Anspielung auf die Rassengesetze von 1935, nach denen Juden in Deutschland einen gelben Stern tragen mussten.

Hintergrund ist der Zeitung zufolge der Ausschluss eines AfD-Mitgliedes aus der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt wegen dessen Partei-Zugehörigkeit. Die Krefelder AfD kommentierte das auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten: "Und immer weitere Berufsverbote für AfDler kommen hinzu. Freuen Sie sich schon auf den blauen Stern? Wir wissen: Wir werden den Stern wie eine Auszeichnung tragen! Bis zum bitteren Ende!"

Verharmlosung der Schoah

Der Kreisverband reagierte unterdessen bereits auf den Bericht. Auf der Facebook-Seite ist der Zeitungsartikel verlinkt. Dazu passe, so die AfD, dass die BVB-Freunde Deutschland AfD-Mitglieder und -Wähler "ausschließen wollen, falls diese sich zur Partei bekennen, da Sympathien für die AfD nicht mit der Satzung des Fanclubs vereinbar seien. Endscheiden Sie selbst an was Sie dieses Vorgehen erinnert", so der Kreisverband.
Die Kommentare von Nutzern des Sozialen Netzwerks sind gespalten: Manche werfen der AfD eine Verharmlosung der Schoah vor. Andere meinen, es gehe im aktuellen Fall "eindeutig um Ächtung und Verfolgung". (kna)

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Referendum

Italiens Wähler nutzten ihre Chance

Von  |
Matteo Renzi hat zu hoch gepokert.

Italienerinnen und Italiener haben gegen Renzis Referendum gestimmt, weil sie dem Ministerpräsidenten keine Vollmacht zum Durchregieren erteilen wollten. Der Leitartikel. Mehr...

Angela Merkel

Zum Weitermachen gezwungen

Elf Jahre sitzt Angela Merkel nun schon im Kanzleramt. Werden es vier weitere?

Angela Merkel hat immer wieder über ein Ende als Kanzlerin gesprochen. Aufhören konnte sie jedoch nicht - ein Wechsel in der Regierungsspitze ist eben nicht so einfach wie eine Kabinettsumbildung. Ein taktischer Rückzug ist dennoch möglich. Der Leitartikel. Mehr...

 

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung