Die Untersuchung der Koranverbrennung in der US-Luftwaffenbasis Bagram habe ergeben, dass keine böswillige Missachtung des Korans oder eine Diffamierung des Islam vorgelegen habe, teilten die US-Streitkräfte mit. Der den Vorfall untersuchende General kam nach Angaben des Pressedienstes der US-Streitkräfte zu dem Schluss, dass fehlende Kommunikation, schlechte Führung und falsche Entscheidungen die Ursachen waren.
Es sei der einfache Weg gewählt worden anstelle des richtigen Weges zum Umgang mit dem Problem. Disziplinarstrafen können unter anderem Degradierungen, zusätzliche Dienste oder Soldkürzungen beinhalten.
Sechs US-Soldaten erhalten wegen der Verbrennung von Koran-Exemplaren und anderen religiösen Texte in Afghanistan Disziplinarstrafen. Ebenso bekommen drei US-Soldaten im Zusammenhang mit einer Leichenschändung Disziplinarstrafen. Einer der drei Marines hatte zugegeben, auf die Leiche eines Taliban-Kämpfers uriniert zu haben.
Ein zweiter hatte sich schuldig bekannt, ein Video gemacht zu haben, das international für Empörung gesorgt hatte. Ein dritter hatte gestanden, den Vorfall nicht gemeldet zu haben. US-Verteidigungsminister Leon Panetta und der afghanische Präsident Hamid Karsai hatten die Handlung der Marines scharf verurteilt. Worin die Disziplinarstrafe besteht, wurde nicht mitgeteilt.(dpa)
Vor dem US-Stützpunkt in Bagram haben sich am 21. Februar 2012 Tausende Afghanen versammelt. Sie demonstrieren gegen die mutmaßliche Schändung des Koran durch Soldaten der Nato. Isaf-Kommandeur John Allen entschuldigt sich für den Vorfall.
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