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Politik
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16. Januar 2015

Alternative für Deutschland (AfD): AfD-Spitze legt ihren Streit bei

 Von 
Bernd Lucke, Vorsitzender der AfD.  Foto: dpa

Kompromiss in vorletzter Minute: Die Alternative für Deutschland plant eine Doppelspitze. Vorerst. Auf Dauer soll die AfD aber nur einen Vorsitzenden haben.

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Ein Kompromiss in vorletzter Minute: Die Alternative für Deutschland (AfD) soll auf Dauer nur einen Vorsitzenden haben – aber noch nicht sofort. Bis im Dezember dieses Jahres ein Programm beschlossen wird, soll ein Duo die Partei führen. Darauf einigte sich der Bundesvorstand der Partei am Freitag in Berlin. Bisher wird die AfD von drei Sprechern repräsentiert. Die besten Aussichten auf die Doppelspitze haben Bernd Lucke und Frauke Petry.

Der Vorsitzende der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, begrüßte den Kompromiss. „Unser Ziel war es, auf keinen Fall die Partei in den Sand zu setzen“, sagte er der FR. „Denn dann wäre auf Jahre hin die Möglichkeit verbaut, jenseits der CDU eine Partei zu gründen.“ Dass die AfD vorübergehend zwei Sprecher habe, sei wichtig, damit sich der konservativ-nationale und der eher wirtschaftlich-liberale Flügel repräsentiert fühlten, bis ein Programm beschlossen sei, sagte Gauland. Wenn es eine für alle verbindliche gemeinsame Grundlage gebe, sei nur noch ein Parteivorsitzender nötig.

Über die Satzung wird ein Parteitag entscheiden, der am 30. Januar in Bremen beginnt. Die Einigung im seit Wochen schwelenden Führungsstreit war jedoch dringend, weil Bernd Lucke, der prominenteste Vertreter des bisherigen Spitzentrios, für Sonntag die Kreisvorsitzenden nach Frankfurt eingeladen hatte. Er wollte für sein Führungsmodell werben, demzufolge die Spitze aus einem Vorsitzenden, einem Generalsekretär und drei Stellvertretern bestehen soll.

Frauke Petry hat Lucke scharf kritisiert.  Foto: dpa

Luckes Kritiker, an der Spitze Gauland und die sächsische Landesvorsitzende Frauke Petry, hatten ihm deswegen in einem gemeinsamen Brief „Führung nach Gutsherrenart“ vorgeworfen. Den Kompromiss haben außer den beiden und Lucke selbst auch der dritte Vorstandssprecher Konrad sowie AfD-Vizechef Hans-Olaf Henkel erarbeitet. Der frühere Vorsitzende des Bundesverbandes der deutschen Industrie hatte sich in dem Streit besonders engagiert für Lucke als alleinigen Vorsitzenden eingesetzt.

Seiner Meinung nach war das bisherige Modell eines Führungstrios maßgeblich für die „Kakophonie“ verantwortlich, die von der Partei in letzter Zeit zu hören gewesen sei. Hintergrund der Auseinandersetzung sind die Wahlerfolge der Partei in Ostdeutschland und das Aufkommen der „Pegida“-Bewegung. Dadurch war die Kritik an der Europolitik der Bundesregierung in den Hintergrund getreten, die sich besonders mit den Namen Lucke und Henkel verbindet.

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