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23. Dezember 2012

Amoklauf von Newtown: "Paranoid und verstörend"

Protest gegen die US-Waffenlobby. Foto: dpa

Die Versuche der US-Waffenlobby NRA, die freie Verbreitung von Schusswaffen nach dem Amoklauf von Newtown weiter zu ermöglichen, erntet immer mehr Kritik. Quer durch die amerikanische Gesellschaft melden sich Kritiker zu Wort.

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Die Versuche der US-Waffenlobby NRA, die freie Verbreitung von Schusswaffen nach dem Amoklauf von Newtown weiter zu ermöglichen, erntet immer mehr Kritik. Quer durch die amerikanische Gesellschaft melden sich Kritiker zu Wort.

Die National Rifle Association (NRA), Lobbyorganisation der Schusswaffenindustrie und der Waffenbesitzer in den USA, hat für ihre Forderung nach bewaffneten Wachen an allen Grundschulen harsche Kritik geerntet. „Sie haben eine paranoide, verstörende Vision eines noch gefährlicheren und noch gewalttätigeren Amerikas gezeigt, in dem jeder bewaffnet und kein Ort mehr sicher ist“, sagte der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Der parteilose Politiker plädiert seit Jahren für schärfere Waffengesetze.

Die stellvertretende Direktorin der Anti-Waffen-Gruppe Code Pink, Medea Benjamin, warf der NRA Realitätsverweigerung vor: „Sie haben die Schuld für die Gewalt auf alle möglichen Dinge geschoben – nur nicht auf die Waffen selbst.“

Eine Woche nach dem Massaker an einer Grundschule in der US-Kleinstadt Newtown im Bundesstaat Connecticut hatte die Waffenlobby auf einer seltenen Pressekonferenz bewaffnete Polizisten an Schulen als Lösung für das Gewaltproblem präsentiert. „Das einzige, was einen Bösewicht mit einer Waffe stoppt, ist ein guter Mensch mit einer Waffe“, sagte NRA-Chef Wayne LaPierre. Für das Massaker in Newtown machte die NRA auch Medien und sogenannte Ballerspiele verantwortlich.

US-Präsident Barack Obama hat eine Kommission unter Leitung seines Vizepräsidenten Joe Biden eingesetzt. Sie soll in den nächsten Wochen Vorschläge unterbreiten, wie solche Gewalttaten künftig verhindern werden könnten. (Reuters)

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