In Südafrika hat am Sonntag der Parteitag des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) begonnen. Dabei wird entschieden, ob Präsident Jacob Zuma weiterhin Parteichef und damit auch der nächste Präsidentschaftskandidat sein wird. Dem Parteitag gingen in den vergangenen Monaten Spannungen und Skandale innerhalb des ANC voraus.
Mit einem Versprechen für mehr Wachstum hat sich Zuma für eine weitere Amtszeit als Chef des ANC beworben. Die Partei bleibe die einzige Hoffnung für die Armen und Marginalisierten, sagte Zuma am Sonntag beim Parteitag in Bloemfontein. Bei der parteiinternen Wahl tritt Vize-Präsident Kgalema Motlanthe gegen Zuma an. Motlanthe könnte Zuma auch die Präsidentschaftskandidatur 2014 streitig machen.
Nach der Festigung der Demokratie trete Südafrika in eine „zweite Phase“, in der der Fokus darauf liege, „bedeutende sozio-ökonomische Freiheit“ zu erringen, sagte Zuma vor mehr als 4500 Delegierten. Er räumte ein, dass der Weg zum Wohlstand „lang und hart“ sei. In Südafrika beträgt die Arbeitslosigkeit derzeit etwa 25 Prozent, das Wachstum sinkt. Angesichts dieser Entwicklung hatte es zuletzt immer wieder Kritik am offensichtlichen Reichtum von Zuma gegeben. Trotz aller Kritik gilt Zuma als Favorit bei den Wahlen. (AFP, epd)
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