Hassprediger „Fjordman“ gibt sich zu erkennen. Seine Blogs las der Massenmörder Anders Breivik gern.
Trauer in Oslo nach den Anschlägen von Anders Breivik.
Foto: REUTERS
Trauer in Oslo nach den Anschlägen von Anders Breivik.
Foto: REUTERS
Kopenhagen –
Wie er lässig auf einer Steinmauer sitzt, in Jeans und weißem T-Shirt, mit Brille und Kräuselhaar, da gleicht er eher dem Betreuer in einer Sozialinstitution als einem Brandredner wider die multikulturelle Gesellschaft. Peter Jensen, 36, ist beides: im Alltag angestellt in einer Tagesstätte in Oslo, nach Dienstschluss „Fjordman“, der anti-islamische Hassprediger, den der Massenmörder Anders Breivik als wichtigste Inspirationsquelle nennt. Jetzt hat sich Jensen in der Zeitung VG zu erkennen gegeben – und ist dann abgetaucht.
Er hat die Thesen vom unausweichlichen Bürgerkrieg gegen die muslimische Bevölkerung auf rechten Internetseiten wie „Gates of Vienna“ verbreitet. Er glaubt an eine Allianz zwischen der „kulturmarxistischen Elite“ und Islamisten mit dem Ziel, die angestammte europäische Kultur auszulöschen. Und er spricht den Regierungen, die die multikulturelle Gesellschaft nicht bekämpfen, jede Legitimität ab.
Breivik sah in „Fjordman“ den „besten Schriftsteller der Gegenwart“, und im Netzwerk des „Counter-Dschihads“ gilt er als große Nummer. „Fjordman“ war überzeugt, dass Islamisten hinter dem Anschlag standen, als die Bombe im Osloer Regierungsviertel explodierte und „sprachlos“, als ihm die Wahrheit aufging. Seinen Jünger Breivik verachtet er. „Seine Brutalität ist unfassbar. Ich will mit ihm und seiner schrecklichen Tat nicht assoziiert werden.“ Er sagt, er kenne Breivik kaum: ein paar Mails, kein persönliches Gespräch.
Jensen hat an der Universität Oslo Kultur und Technologie studiert und Arabisch in Bergen und Kairo. Die wenigen, die ihn als „Fjordman“ trafen, waren negativ berührt. Die Nachbarn in Ålesund hingegen kannten ihn nur als den netten Sozialhelfer. „Für meine Umgebung wird das ein Schock sein“, ahnt er. Er frage sich, ob er sich falsch ausgedrückt habe. „Aber ich habe nie erlebt, dass jemand wegen meiner Texte zu Gewalt griff, und Hunderttausende haben mich gelesen.“
Trauer in Norwegen
Bildergalerie ( 62 Bilder )
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: REUTERS
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: AFP
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dapd
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: dpa
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto: Getty Images
In einem bewegenden "Rosenzug" gedachten fast 200.000 Menschen den Anschlägen von Oslo und in dem Juso-Lager auf Utøya.
Foto:
REUTERS
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Linkspartei in der Krise
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Attentate in Norwegen: Wie die Welt reagiert
Bildergalerie ( 10 Bilder )
Attentate in Norwegen: Wie die Welt reagiert
Papst Benedikt XVI.: An alle möchte ich erneut den Appell richten, für immer den Weg des Hasses zu verlassen und die Logik des Bösen zu meiden.
Foto: dpa
Thor Hushovd, norwegischer Radprofi: Ich bin völlig am Boden zerstört von dieser Tragödie. Es bricht mir das Herz und es lässt all das, was wir hier machen, nebensächlich erscheinen. Ich werde die Tour de France fortsetzen und für alle Norweger fahren.
Foto: Getty Images
Angela Merkel, Bundeskanzlerin: Wir fühlen die Erschütterung genauso wie die Menschen in Norwegen. Dieser Hass ist unser gemeinsamer Feind. Wir alle müssen diesem Hass
entgegentreten.
Foto: dapd
Königin Elizabeth II.: Unsere Gebete und Gedanken sind bei all denen, die von diesen schrecklichen Gräueltaten betroffen sind.
Foto: REUTERS
Dmitri Medwedew, Präsident Russlands: Die Organisatoren dieser sinnlosen Tat müssen zur Verantwortung gezogen werden.
Foto: dapd
US Präsident Barack Obama muss die Schuldenkrise lösen.
Foto: REUTERS
Schimon Peres, Staatspräsident Israels: Ihr Land ist ein Symbol des Friedens und der Freiheit. (...) Nichts kann solch sinnlose Gewalt rechtfertigen und wir verurteilen diese brutale Tat aufs Schärfste.
Foto: dpa
Bundespräsident Christian Wulff in einem Schreiben an die norwegische Regierung: Deutschland und die Deutschen stehen in dieser schweren Stunde fest an Ihrer Seite.
Foto: imago stock&people
Fabian Stang, Bürgermeister von Oslo: Der Respekt vor den Toten gebietet es, dass wir diese Stadt noch sicherer und offener und den Umgang miteinander noch respektvoller gestalten.
Foto: dpa
Harald V., König von Norwegen: Ich glaube fest daran, dass Freiheit stärker ist als Angst und dass es weiter möglich ist, frei und sicher in Norwegen zu leben.
Foto:
dapd
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Linkspartei in der Krise
Fotostrecken Politik
Fotostrecken Politik
Die Polizei hat Jensen als Zeugen verhört, er meint, wie ein Verdächtiger behandelt worden zu sein. Sie hat seinen Computer behalten, um seinen Kontakten nachzuspüren. „Kriminelles werden sie nichts finden“, sagt er. Er selbst ist abgetaucht, und „Fjordman“ ist Vergangenheit. „Vielleicht werde ich eines Tages wieder bloggen, aber nicht unter diesem Pseudonym.“