Gorleben. Gorleben wird nach Ansicht von Umweltschützern nach Kalkar und Wackersdorf die nächste "Atomruine" in Deutschland. Nachdem Aktenfunde belegt hätten, dass Gutachten "geschönt" worden seien, komme der Salzstock Gorleben für ein Endlager nicht mehr in Frage, erklärte die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Donnerstag.
Der Geologieprofessor Dieter Ortlam sagte, Gorleben sei "verbrannt". "Der Salzstock ist verritzt, eine tiefe wasserführende Rinne liegt auf dem Salz, ohne dass tonige Sedimente den Salzstock abschirmen", erklärte der Wissenschaftler. Dies sei schon 1977 bekannt gewesen, als der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein nukleares Entsorgungszentrum benannt habe.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bleibe trotz der Aktenfunde und Enthüllungen "in Gorleben verbohrt", kritisierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Dabei wäre der Ausstieg aus dem Gorleben-Projekt weitaus billiger als die Sanierung der havarierten Endlager Asse mit geschätzten 4 Milliarden und Morsleben mit geschätzten 2,5 Milliarden Euro. Die Politik sollte das noch bestehende Moratorium in Gorleben nutzen, um den planvollen Rückbau Gorlebens und eine alternative Endlagersuche in die Wege zu leiten, sagte Ehmke. (ddp)
Nachrichten aus der Politik, Kommentare, Doku und Debatten

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Bleibt Barack Obama Präsident der USA? Oder macht Mitt Romney von den konkurrierenden Republikanern das Rennen?
US-Wahl-Spezial mit Analyse und Hintergrund
Interaktive Karte zu den Vorwahlen der Republikaner
Exklusive Reportagereise durch den Wahlkampf
Weblog der USA-Experten unserer Redaktion
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Ihr Wunsch-Bundespräsident Wulff scheitert, sie muss Gauck als Nachfolger hinnehmen, ihre Mehrheit steht im Bundestag nicht mehr hinter ihr: Die Autorität von Bundeskanzlerin Merkel schwindet. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.