Aktuell: Fußball-EM 2016 | Brexit | HIV und Aids | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

27. Februar 2015

Bangladesch: Blogger brutal ermordet

Blumen liegen am Tatort, wo der Blogger Avijit Roy und seine Ehefrau angegriffen wurden.  Foto: dpa

Wegen angeblicher Gotteslästerung ist ein bekannter Blogger in Bangladesch auf brutale Weise ermordet worden. Der 37-jährige Abhijit Roy wurden nach einer Buchvorstellung in der Hauptstadt Dhaka von Unbekannten mit Hackbeilen angegriffen.

Drucken per Mail
Berlin –  

Die Ermordung des Bloggers Avijit Roy in Bangladesch hat bei der Bundesregierung und der Deutschen Welle Betroffenheit ausgelöst. Der in den USA lebende Blogger war am Donnerstag nahe der Universität von Dhaka ermordet worden, wo er sein neues Buch vorstellen wollte. Er war mehrfach von Islamisten bedroht worden.

Die Tat sei ein «Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit in Bangladesch», sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, am Freitag am Rande seines Mexiko-Besuches. Die Regierung von Bangladesch müsse alles tun, um die Täter zu fassen und die Menschen zu schützen, die «von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen».

Ehefrau wurde schwer verletzt

Roy hatte in seinem Blog religiösen Fanatismus kritisiert und sich für die Rechte von Homosexuellen stark gemacht. 2014 war er in der Kategorie Blogs für den «Bobs - Best of Online Activism Award» der Deutschen Welle (DW) nominiert worden. DW-Chefredakteur Alexander Kudascheff nannte die Ermordung Roys ein schreckliches Verbrechen. Mutige Journalisten und Schriftsteller, die religiöser Fragen kritisch angingen, lebten in Bangladesch in ständiger Gefahr.

Nach Polizeiangaben waren Unbekannte mit Messern oder Hackbeilen am Donnerstag über Roy und seine Frau hergefallen. Sie rissen ihn und seine Frau aus einer Rikscha und töteten den Blogger. Wie der TV-Sender Bangla News 24 am Freitag berichtete, wurden Roy von den Unbekannten mit Hackbeilen angegriffen. Roy wurde von den Angreifern zu Tode gehackt. Seine Frau Rafida Ahmed, ebenfalls eine Bloggerin, überlebte das Attentat schwer verletzt. (dpa/FR)

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Mindestlohn

Die Lohnungleichheit wird zementiert

Von  |
Das Gesetz zum Mindestlohn muss überarbeitet werden, um wirklich gerecht zu sein.

Bisher ist der gesetzliche Mindestlohn ein Erfolg. Doch das Gesetz hat einen entscheidenden Webfehler. Wenn dieser nicht behoben wird, verstärkt der Mindestlohn künftig die Ungleichheit. Der Leitartikel. Mehr...

Brexit-Debatte

Es waren nicht „die Briten“, es waren die Alten

Von Christina Michaelis |
Brexit-Gewinner Nigel Farage: Sieg der Alten.

Vor allem ältere Wähler haben den Brexit-Entscheid durchgesetzt. Jetzt sollten wir, die Millennials, lautstark für das Europa eintreten, das wir täglich leben. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung