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27. Februar 2015

Bangladesch: Blogger brutal ermordet

Blumen liegen am Tatort, wo der Blogger Avijit Roy und seine Ehefrau angegriffen wurden.  Foto: dpa

Wegen angeblicher Gotteslästerung ist ein bekannter Blogger in Bangladesch auf brutale Weise ermordet worden. Der 37-jährige Abhijit Roy wurden nach einer Buchvorstellung in der Hauptstadt Dhaka von Unbekannten mit Hackbeilen angegriffen.

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Berlin –  

Die Ermordung des Bloggers Avijit Roy in Bangladesch hat bei der Bundesregierung und der Deutschen Welle Betroffenheit ausgelöst. Der in den USA lebende Blogger war am Donnerstag nahe der Universität von Dhaka ermordet worden, wo er sein neues Buch vorstellen wollte. Er war mehrfach von Islamisten bedroht worden.

Die Tat sei ein «Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit in Bangladesch», sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, am Freitag am Rande seines Mexiko-Besuches. Die Regierung von Bangladesch müsse alles tun, um die Täter zu fassen und die Menschen zu schützen, die «von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen».

Ehefrau wurde schwer verletzt

Roy hatte in seinem Blog religiösen Fanatismus kritisiert und sich für die Rechte von Homosexuellen stark gemacht. 2014 war er in der Kategorie Blogs für den «Bobs - Best of Online Activism Award» der Deutschen Welle (DW) nominiert worden. DW-Chefredakteur Alexander Kudascheff nannte die Ermordung Roys ein schreckliches Verbrechen. Mutige Journalisten und Schriftsteller, die religiöser Fragen kritisch angingen, lebten in Bangladesch in ständiger Gefahr.

Nach Polizeiangaben waren Unbekannte mit Messern oder Hackbeilen am Donnerstag über Roy und seine Frau hergefallen. Sie rissen ihn und seine Frau aus einer Rikscha und töteten den Blogger. Wie der TV-Sender Bangla News 24 am Freitag berichtete, wurden Roy von den Unbekannten mit Hackbeilen angegriffen. Roy wurde von den Angreifern zu Tode gehackt. Seine Frau Rafida Ahmed, ebenfalls eine Bloggerin, überlebte das Attentat schwer verletzt. (dpa/FR)

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