An der costa-ricanischen Karibikküste sind am Samstag 54 Flüchtlinge aus Afrika gestrandet. Wie die Zeitung La Nación am Sonntag berichtete, entdeckte die Polizei die 46 Männer und sieben Frauen entkräftet in der Ortschaft Paradero Moín im Kanton Limon. Die Migranten stammten mehrheitlich aus Eritrea, so ein Behördensprecher. Gegen drei Männer aus Kolumbien, die auch im Boot gewesen seien, werde wegen Menschenhandels ermittelt. Die Afrikaner seien in einem altersschwachen Boot unterwegs gewesen und völlig geschwächt, da sie seit fünf Tagen weder Wasser noch feste Nahrung zu sich genommen hätten. Einige seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Es ist nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, die vermutlich in die USA wollen, in Costa Rica gestrandet sind. Bereits 2008 waren 25 eritreische Migranten aus Costa Rica zurückgeschickt worden. 2009 hätten bereits 41 Personen aus Eritrea, Äthiopien und Somalia Asyl beantragt. Nach Angaben der Polizei stecken Menschenhändlerringe dahinter, die von den Migranten bis zu 7000 Dollar für die Reise kassierten. (dpa)
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