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28. Juli 2011

Britisches Gesundheitswesen: Operationen nur noch im Notfall

Operationstisch in einem englischen Krankenhaus.  Foto: Getty Images

Die Briten müssen dramatische Einschnitte in ihrem Gesundheitssystem fürchten. Künftig soll aus Kostengründen deutlich weniger operiert werden. Gelenkersatz gäbe es dann nur für Patienten mit chronischen Schmerzen.

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London –  

Den Briten stehen möglicherweise dramatische Einschnitte im Gesundheitswesen bevor: Kindern sollen etwa nur noch nach sieben durchgestandenen Entzündungen die Mandeln entfernt werden. In britischen Krankenhäusern soll nach einem Bericht der Zeitung „Independent“ aus Kostengründen die Zahl der Operationen deutlich zurückgeschraubt werden. Das schuldengeplagte Großbritannien muss im staatlichen Gesundheitssystem NHS in den nächsten vier Jahren 20 Milliarden Pfund (rund 22,8 Milliarden Euro) sparen. Deshalb sollen beispielsweise Hüft- und Kniegelenksprothesen oder Venenoperationen limitiert werden. Zwei Drittel aller Krankenhäuser sähen sich zu der Rationierung gezwungen, schreibt die Zeitung.

Gelenkersatz wird demnach nur noch bei chronischen Schmerzen gewährt. Übergewichtige Patienten werden nur operiert, wenn sie vorher abgenommen haben. Der sogenannte Graue Star wird nur noch operativ bekämpft, wenn die Patienten so schlecht sehen, dass ihre Arbeitsfähigkeit massiv beeinträchtigt ist.

Die Ergebnisse wurden bei einer Umfrage des Gesundheitsmagazins „GP“ zusammengestellt, berichtete der „Independent“ weiter. Viele Ärzte seien besorgt über die Entwicklung. (dpa)

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