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01. November 2014

Bundespräsident Joachim Gauck Linke Thüringen Ramelow: Gauck hat Bedenken bei Ramelow

Bundespräsident Joachim Gauck hat Bedenken dabei, dass es in Thüringen erstmals einen Ministerpräsidenten der Linkspartei geben könnte.  Foto: dpa

In Thüringen will Linke-Spitzenkandidat Bodo Ramelow Regierungschef werden. Joachim Gauck gefällt das nicht - und genau das hat der Bundespräsident in einem Interview öffentlich gemacht. Gauck offenbart dabei auch, dass ihm Vertrauen in "Teile" der Linkspartei fehlt.

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Berlin –  

Ein linker Ministerpräsident in Thüringen würde Bundespräsident Joachim Gauck einiges abverlangen. "Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die müssen sich schon ganz schön anstrengen, um dies zu akzeptieren", sagte Gauck im Interview mit dem ARD-"Bericht aus Berlin", das am Sonntag ausgestrahlt wird. Die Wahlentscheidung sei zwar zu respektieren, dennoch bleibe die Frage: "Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?"

Wenn die SPD in Thüringen, bei der derzeit eine Mitgliederbefragung läuft, den Weg für Rot-Rot-Grün freimacht, könnte Bodo Ramelow am 5. Dezember gewählt werden. Damit wäre erstmals ein Politiker der Linken Ministerpräsident eines Bundeslandes.

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Gauck sagte mit Blick auf die Linke, es gebe "Teile in dieser Partei, wo ich - wie viele andere auch - Probleme habe, dieses Vertrauen zu entwickeln". Der frühere DDR-Bürgerrechtler war von 1991 bis 2000 der erste Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen.

Scharfe Kritik von Roland Jahn

Der derzeitige Stasiunterlagen-Beauftragte, Roland Jahn, übte scharfe Kritik an der geplanten rot-rot-grünen Koalition in Erfurt. "Die Politiker in Thüringen sollten schon wissen, dass die Opfer der SED-Diktatur sich verletzt fühlen, wenn dort ein linker Ministerpräsident regiert", sagte Jahn der "Lausitzer Rundschau" vom Samstag. Die Linkspartei sei bisher nicht als eine Partei wahrgenommen worden, "der es mit der Aufarbeitung wirklich ernst ist", fügte der frühere DDR-Bürgerrechtler hinzu. (afp)

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