Berlin. Union und FDP haben alle Wahlleute für die bevorstehende Wahl des Bundespräsidenten an Bord. Nach Angaben aus den Fraktionen waren am Mittwoch alle Bundestagsabgeordneten und die von den Landtagen entsandten Wahlleute zu den sogenannten Zählappellen erschienen. Insgesamt verfügen Union und FDP über 644 Wahlleute, von denen allerdings einige FDP-Delegierte angekündigt haben, anstelle des Koalitionskandidaten Christian Wulff den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck wählen zu wollen.
Bei der SPD fehlten zwei Bundestagsabgeordnete - eine Abgeordnete wegen Krankheit und eine hoch schwangere Parlamentarierin. Damit verfügen die Sozialdemokraten nur über 331 statt 333 Delegierte. Die Grünen waren vollzählig mit 136 Wahlleuten. Auch die Linkspartei, die mit Luc Jochimsen eine eigene Kandidatin ins Rennen schickt, ist nach Angaben aus der Fraktion vollzählig. Sie verfügt über 152 Wahlleute.
In der ersten beiden Wahlgängen der Bundesversammlung, die sich aus den 622 Bundestagsabgeordneten und genau so vielen Wahlleuten aus den Bundesländern besteht, ist eine absolute Mehrheit nötig. Das sind 623 Stimmen. Dies ändert sich auch dann nicht, wenn Wahlleute fehlen. Im dritten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit. (rtr)
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