Masar-i-Scharif. Die Trauerfeier für die vier in der nordafghanischen Provinz Baghlan getöteten deutschen Soldaten verzögert sich.
Weil der Flieger mit Bundeswehrsoldaten wegen schlechten Wetters nicht vom Feldlager Kundus zum ISAF-Hauptquartier für Nordafghanistan in Masar-i-Scharif starten konnte, wurde die Zeremonie kurzfristig auf Sonntagnachmittag verschoben. Ursprünglich war sie für 10.00 Uhr Ortszeit (7.30 Uhr MESZ) vorgesehen.
Die vier Soldaten waren am Donnerstag bei schweren Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban getötet worden. Fünf ihrer Kameraden wurden zum Teil schwer verletzt. Die Verwundeten waren bereits am Freitag nach Istanbul ausgeflogen worden, wo sie in einem US- Militärkrankenhaus behandelt werden. Ihr Weitertransport nach Deutschland wird bislang durch den gesperrten Luftraum verhindert.
Bei der Trauerfeier in Masar-i-Scharif werden am Sonntag der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, und der Kommandeur der deutschen Truppen in Afghanistan, Brigadegeneral Frank Leidenberger, sowie ein Militärpfarrer reden. Anschließend sollen die Särge zunächst nach Usbekistan ausgeflogen werden. Wann sie nach Deutschland überführt werden, ist angesichts der anhaltenden Sperrung des Luftraums unklar. (dpa)
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