Caracas/Porlamar. Venezuelas linksgerichteter Staatschef Hugo Chávez und der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi wollen mehrere Verträge unterzeichnen und damit die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern ausbauen.
Die Abkommen sollen bei einem bilateralen Treffen am Montag in Caracas unterzeichnet werden, wie der venezolanische Botschafter in Libyen, Afif Tajeldine, am Samstag beim 2. Afrika-Südamerika-Gifpel in Porlamar auf der venezolanischen Karibik-Insel Margarita mitteilte.
Chávez, der erst kürzlich in Libyen war, wurde von Gaddafi im Porlamar in dessen traditionellen Beduinenzelt begrüßt und umarmt. Es ist der erste Südamerika-Besuch Gaddafis in seiner 40-jährigen Amtszeit. "Bislang hat Venezuela bereits fünf Verträge mit Libyen unterzeichnet", sagte Tajeldine venezolanischen Staatsmedien.
Der nach 2006 zweite Afrika-Südamerika-Gipfel soll nach Chávez' Worten die "Süd-Süd-Kooperation" ausbauen und den Kurs für die kommenden zehn Jahre feststecken. 2006 hatten die Teilnehmer in Abuja (Nigeria) Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit zentralen Fragen in den Bereich Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur befassten. Die Ergebnisse sollen in eine Abschlusserklärung von Margarita einfließen. An dem Treffen nehmen rund 30 Staats- und Regierungschefs aus beiden Regionen teil, darunter auch Simbabwes autoritärer Präsident Robert Mugabe.
Für Sonntag ist auch ein Treffen zwischen Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Chávez geplant, bei dem beide die Verhandlungen über den Bau einer gemeinsamen Raffinerie im Nordosten Brasiliens vorantreiben wollen. Das Projekt sieht Investitionen von schätzungsweise 4,5 Milliarden US-Dollar vor und soll von den staatlichen Erdölkonzernen Petrobras (Brasilien) und Petróleos de Venezuela (PDVSA) betrieben werden. (dpa)
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