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28. April 2014

CDU-Generalsekretär Tauber: Lust aufs Kinderkriegen

 Von 
Tauber will den Deutschen Lust auf Babys machen.  Foto: dpa

CDU-Generalsekretär Peter Tauber fordert einen Geburtenindex, um den Deutschen Lust aufs Kinderkriegen zu machen.

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Was hat man nicht schon alles versucht, um die gebärfaulen Deutschen zum Kinderkriegen zu animieren. Kindergeld erhöht, Elterngeld eingeführt, Ganztagsschulen gefördert und Krippen ausgebaut. Doch es war alles vergebens. Nichts davon konnte die sinkenden Geburtenraten stoppen. Seit Jahren dümpelt die Quote in Deutschland bei knapp 1,4 Kindern pro Frau. Um die Bevölkerung stabil zu halten, müssten es aber 2,1 Kinder sein. Inzwischen gehören die Deutschen weltweit zu den Schlusslichtern beim Kinderkriegen.

Schwere Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen, wird sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber gedacht haben. Dem Magazin „Focus“ sagte er jetzt, wenn die steigenden Aktienkurse die Stimmung in der Wirtschaft heben, dann könnten doch steigende Geburtenzahlen auch Lust auf noch mehr Kinder machen. Tauber schlägt deshalb vor, regelmäßig eine Art Geburtenindex zu veröffentlichen, „um zu zeigen, dass uns Familie viel bedeutet“.

Seine Begründung: „Jeden Tag wird im Fernsehen mit bierernster Miene der Aktienindex verkündet. Die Börse ist also wichtig – und Kinder?“ Die Verlesung eines Geburtenindex könne die Botschaft vermitteln: „Wir freuen uns mit den Eltern über den Nachwuchs und darüber, wie viele Babys geboren worden sind.“ Toll.

In Kreissaal schalten

Das ließe sich noch wunderbar ausbauen. Man könnte währenddessen noch ein Laufband mit Statistiken von geburtenstarken Städten einblenden. Köln heute ganz vorne mit 240 Babys, Frankfurt verliert leicht, runter auf 200 Neugeborene. Nach den Moderatoren an der Börse könnte zu den TV-Reportern im Kreissaal geschaltet werden, die mit OP-Häubchen den aktuellen Deutschen Geburtenindex (DGX) bis zehn Stellen hinter dem Komma aufsagen, bevor dann der Meteorologe dran ist. Heute mit Kuschelwetter. Das Verlesen des DGX dürfte allerdings eine ziemlich traurige und eintönige Veranstaltung werden, schließlich ist die Geburtenrate seit Ende der 1990er-Jahre unverändert.

Aber vielleicht hilft beim Projekt Geburtensteigerung ja ein Blick nach Dänemark. Weil zehn Prozent der Dänen im Urlaub gezeugt werden, fordert ein Reiseveranstalter dort mehr Sex in den Ferien, sein Motto: „Tu es für Dänemark“. Wer nach dem Urlaub schwanger wird, bekommt drei Jahre umsonst Windeln. „Tu es für Deutschland“, erstaunlich eigentlich, dass darauf nicht der CDU-Generalsekretär gekommen ist.

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