Aktuell: Terror | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

25. Mai 2013

Champions League: Fans trotzen Terrorwarnung

Absperrgitter für eine Fanmeile zum deutsch-deutschen Champions League-Finale.  Foto: dpa/Stephanie Pilick

Eine Terrorwarnung hat das Champions-League-Finale überschattet. Die Innenminister sahen aber keine konkrete Bedrohung für die Fanmeilen. Und die Dortmunder Innenstadt füllte sich trotzdem.

Drucken per Mail

Vor dem Champions-League-Finale hat das Bundeskriminalamt (BKA) nach Berichten mehrerer Medien vor einem möglichen Terror-Anschlag in Deutschland gewarnt. Nach Aussage von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gab es aber keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne von Islamisten auf Fußball-Fanmeilen.

Die BVB-Fans ließen sich von der Warnung nicht abschrecken. Schon am Samstagnachmittag stimmten sich mehr als 10 000 in der Dortmunder Innenstadt auf das Champions-League-Finale ein. Im Epizentrum der Feier zwischen Friedensplatz, Altem Markt und Reinoldikirche ließen die Schwarz-Gelben mit Gesängen ihre Mannschaft hochleben.

Für den Abend erwartete Dortmund bis zu 45 000 Menschen zum Public Viewing. Allein in den ausverkauften Westfalenhallen wollten den Erwartungen zufolge 18 000 Fans das Duell der Borussia gegen Bayern München verfolgen. Die Dortmunder Polizei sah keine Gefahren beim Public Viewing. Die Sicherheitsmaßnahmen seien seit Freitag nicht noch einmal verstärkt worden, weil sie sowieso schon hoch gewesen seien. „Wir haben von vornherein eine sichere Veranstaltung geplant“, sagte Polizeisprecher Gisbert Hoffmann.

Nach Informationen von „Spiegel online“ hat BKA-Chef Jörg Ziercke den Innenministern von Bund und Ländern in einer vertraulichen Sitzung am Freitag von Hinweisen auf ein möglicherweise geplantes Attentat berichtet. Gefährdet, so Ziercke, seien möglicherweise die Fanmeilen zur Übertragung des Spiels am Samstagabend.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte nach eigenen Angaben keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne. Allerdings sei den Behörden am Freitag noch einmal ein Erlass in Erinnerung gerufen worden, der nach dem Anschlag auf den Marathon von Boston ergangen sei. „Wir in NRW haben die Behörden unmittelbar nach den Anschlägen von Boston bereits sensibilisiert für die Gefahrenlage bei Großveranstaltungen“, sagte Ministeriumssprecherin Birgit Axler. Der Mordanschlag auf einen britischen Soldaten in London in dieser Woche habe die Aufmerksamkeit für die grundsätzlich bestehende Gefahrenlage noch einmal erhöht. „Man hat das Ganze sehr eng im Blick“, sagte Axler.

Bundesinnenminister Friedrich ging in seiner Reaktion nicht konkret auf die Aussage Zierckes ein. „Deutschland steht seit längerem im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Anschlagspläne oder Anschlagziele in Deutschland“, sagte er am Samstag nach Angaben seines Ministeriums.

Nach Informationen von SWRinfo kam der Hinweis auf eine mögliche Anschlagsplanung vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Es sei aber weder ein konkreter Ort noch eine mögliche Zeit genannt worden, meldete der Sender am Samstag.

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Gianis Varoufakis

„Wir sind die Feinde der Ultranationalisten“

Von  |
"Ich bin ein scharfer Kritiker der Kanzlerin Merkel", sagt Gianis Varoufakis von sich selbst. Aber für ihre Haltung gegenüber den Flüchtlingen empfinde er "höchste Anerkennung".

Der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis spricht im Interview mit der FR über Angela Merkels Flüchtlingspolitik, die Spaltung Europas und seine berufliche Zukunft. Mehr...

Leitartikel zur Türkei

Klare Kante zeigen gegen Erdogan

Hält seine Anhänger bei Laune: Recep Tayyip Erdogan.

Der türkische Präsident Erdogan provoziert fast täglich die EU, jedes Eingeständnis wertet er als Schwäche. Was hilft gegen diese Art von politischem Machismo?  Mehr...

Angela Merkel

Fehlereingeständnis mit Kalkül

Kanzlerin Merkel hat ihre Fehlbarkeit eingestanden.

Politiker korrigieren selten ihre Fehler. Statt dessen steuern sie um oder entwickeln ihre Vorschläge weiter. Damit verfehlen sie ihr Ziel. Sie wirken schwach und nicht stark. Der Leitartikel.  Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung