China rückt mit seiner Atomwaffenpolitik näher an die USA und Russland heran. In einer Rede vor der Genfer Abrüstungskonferenz versprach der chinesische Außenminister Yang Jiechi, "mit anderen relevanten Parteien aktiv die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu fördern und die iranische Nuklearfrage auf korrekte Weise zu bereinigen". Beide Probleme müssten durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden.
China selbst habe nur "begrenzte Atomstreitkräfte zur Selbstverteidigung entwickelt", beteuerte Yang. Die Regierung in Peking strebe wie US-Präsident Barack Obama eine Welt ohne Atomwaffen an.
Der Außenminister versicherte jetzt den 65 Mitgliedern der Abrüstungskonferenz, zu denen auch Nordkorea und der Iran gehören, dass China nie als erstes Atomwaffen einsetzen werde und unter keinen Umständen gegen Länder, die keine eigenen Atomwaffen besitzen.
Dies ist ein Unterschied zu den Militärdoktrinen der USA und Russlands, die "präventive" Atomwaffenschläge erlauben. Unter George W. Bush schlossen die USA auch den Einsatz kleiner Atomsprengköpfe gegen Terroristen und "Schurkenstaaten" nicht aus.
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