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Demonstrationen: Israelische Fahnen verbrannt

Viele Proteste in Europa und im Nahen Osten gegen den Krieg.

Hunderttausende Menschen haben am Wochenende in Europa und im Nahen Osten gegen die israelische Gaza-Offensive protestiert. In Paris versammelten sich mehrere zehntausend Demonstranten. Einige von ihnen prügelten sich mit der Polizei. Bei dem Protestmarsch wurden israelische Fahnen verbrannt sowie palästinensische und Hamas-Fahnen geschwenkt. Laut Innenministerium beteiligten sich im ganzen Land 123 000 Demonstranten an Protestaktionen. Frankreich beherbergt die größte muslimische Gemeinde in der EU.

In Berlin und anderen deutschen Städten demonstrierten mehr als 23 000 Menschen zumeist friedlich gegen den Krieg. Die bundesweit größte Demonstration fand mit 10 000 Teilnehmern in Duisburg statt. Dazu aufgerufen hatten Regionalverbände der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, die wegen islamistischer Tendenzen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In Berlin, wo 8500 Menschen auf die Straße gingen, gab es nach Angaben der Polizei einige Festnahmen, weil Teilnehmer des Protestzugs vermummt waren. Auch wurden verbotene Fahnen der radikalislamischen Hamas geschwenkt. In zahlreichen weiteren deutschen Städten gab es Mahnwachen, Kundgebungen und Demonstrationen.

Solidarität mit Jerusalem

Zur Teilnahme an Solidaritäts-Kundgebungen für Israel hatte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, aufgerufen. Demonstriert wurde in mehreren Städten Deutschlands: in München auf dem Marienplatz, in Berlin auf dem Breitscheidplatz, in Frankfurt auf dem Opernplatz. Rund 12 000 Menschen demonstrierten im Londoner Hyde Park. Drei Polizisten wurden vor der israelischen Botschaft verletzt, weil Demonstranten sie mit Schuhen bewarfen. In Barcelona zählte die Polizei 30 000 protestierende Menschen, in Italien mehrere tausend.

Zu Protesten im Libanon hatte die schiitische Hisbollah aufgerufen, ein enger Verbündeter der im Gazastreifen regierenden Hamas. Ein führender Parlamentsabgeordneter der Hisbollah, Mohammed Raad, sagte aber, seine Organisation werde sich nicht in den Konflikt zwischen Israel und der Hamas hineinziehen lassen. Bei Demonstration mit Tausenden Menschen im nordafrikanischen Algier und in Mauretanien gab es Ausschreitungen. Dabei wurden etliche Menschen verletzt. ap

Datum:  12 | 1 | 2009
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