Aktuell: Terror | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Politik
Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt

25. November 2009

Dramatische Umfragewerte: SPD-Aktie auf Allzeittief

Sigmar Gabriel und Andrea Nahles. Die SPD ist erstmals in der wöchentlichen Forsa-Umfrage unter die 20-Prozent-Marke gerutscht.  Foto: Foto: dpa

Die neue SPD-Spitze Gabriel/Nahles begrüßt ein historischer Sturz: Erstmals melden die Trendforscher für die SPD 19 Prozent - den niedrigsten Wert, den das Institut Forsa je gemessen hat.

Drucken per Mail

Hamburg. Die SPD ist nach ihrem Parteitag in Dresden in der wöchentlichen Forsa-Umfrage erstmals unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. Die Sozialdemokraten sackten im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 19 Prozent ab.

Das ist der niedrigste Wochenwert, den Forsa je für die SPD gemessen hat. Damit liegt die Partei im am Mittwoch veröffentlichten "Stern-RTL-Wahltrend", der in der Woche nach dem Parteitag erhoben wurde, vier Punkte unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten. Bei der Wahl hatte die Partei mit 23 Prozent ihr schlechtestes Resultat in der Geschichte der Bundesrepublik eingefahren.

Von der Schwäche der SPD profitieren die Grünen, die um einen Punkt auf 13 Prozent stiegen. Die Union legt um einen Punkt auf 37 Prozent zu, die FDP fällt um einen Punkt auf 12 Prozent. Ungeachtet der Spekulationen um die Zukunft des erkrankten Parteichefs Oskar Lafontaine würden sich wie in den Wochen zuvor 12 Prozent der Wähler für die Linke entscheiden. Für "sonstige Parteien" würden 7 Prozent stimmen.

Trotz seiner umjubelten Antrittsrede auf dem Dresdner Parteitag Mitte November punktet der neue SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bei den Wählern nicht. Auf die Frage, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich nur 19 Prozent für Gabriel, 60 Prozent zogen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) vor. Damit schnitt Gabriel schlechter ab als der damalige Parteichef Kurt Beck, der zu Beginn seiner Amtszeit im Mai 2006 auf eine Zustimmung von 25 Prozent kam.

Hätten die Bürger die Wahl zwischen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Merkel, würden sich nach der Umfrage ebenfalls 19 Prozent für den ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten, aber bei dieser Konstellation nur 57 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", der Gabriel habe "für die Menschen noch keine Konturen". Alarmierend für Gabriel sei, dass sich lediglich 15 Prozent der Jüngeren (18- bis 29-Jährige) für ihn entscheiden würden. Und nur 46 Prozent der SPD-Wähler würden ihn zum Kanzler wählen, Steinmeier habe dagegen im Augenblick noch 54 Prozent der SPD-Wähler hinter sich. (dpa)

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Österreich und die Folgen

Mehr Politik wagen

Von  |
Von Adenauer bis Merkel: In der Politik herrscht das Geschacher und Kleinklein. Es fehlen die Visionen.

Alle suchen nach Mitteln gegen Rechtspopulisten. Das einfachste ist: Probleme benennen, Lösungen erarbeiten und umsetzen. Oder blumiger: Es sind Visionen nötig. Der Leitartikel. Mehr...

Österreich

Ein Sieg des letzten Aufgebots

Van der Bellen wurde nicht nur von Grünen gewählt, auch Konservative gingen für ihn an die Urne, um Hofer zu verhindern.

Die Wahl Alexander van der Bellens zum österreichischen Präsidenten hat das Land nicht grundlegend verändert. Der Kampf gegen die Ultrarechten fängt jetzt richtig an. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung