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Drogenkampf: Gemeinsam gegen Drogenkartelle

Im Kampf gegen Drogenkriminalität wollen Barack Obama und Felipe Calderón verstärkt vorgehen. Eingedämmt werden soll vor allem der Waffenschmuggel und Geldtransport.

USA und Mexiko sagen Drogenbanden den Kampf an
USA und Mexiko sagen Drogenbanden den Kampf an
Foto: dpa

Mexiko-Stadt. Mexiko und die USA haben den Drogenkartellen gemeinsam den Kampf angesagt. Die Präsidenten beider Länder, Barack Obama und Felipe Calderón, vereinbarten am Donnerstag in Mexiko-Stadt, beim Kampf gegen die organisierte Kriminalität künftig verstärkt zusammenzuarbeiten.

Dafür sollen beide Regierungen durch neue Gesetze die rechtliche Grundlage schaffen. So soll vor allem der Waffen- und Geldtransport über die mehr als 3000 Kilometer lange Grenze eingedämmt werden.

Bereits zuvor hatte die US-Administration angekündigt, mehr für die Sicherheit an der Grenze tun zu wollen, über die hochmoderne Waffen bislang unkontrolliert in die Hände der mexikanischen Drogenkartelle gelangen.

Obama war am Donnerstag unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen zu seinem ersten Lateinamerika-Besuch in Mexiko eingetroffen. Themen seines Gespräches mit Calderón waren neben dem Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität die Probleme der illegalen Einwanderung in die USA und der Handel zwischen beiden Ländern. Im Laufe des Freitags reist Obama nach Trinidad zu einem Gipfeltreffen der Organisation der Staaten Amerikas (OAS) weiter.

Obama bekräftigte nach dem Gespräch mit Calderón, er wolle in den Beziehungen zu Mexiko eine neue Ära beginnen. In einem Artikel, der in zahlreichen großen Zeitungen Lateinamerikas veröffentlicht wurde, hatte er Mexiko Unterstützung beim Kampf gegen die Drogenkartelle zugesagt. So solle der Drogenkonsum in den USA eingeschränkt werden.

Er wolle den Staaten Amerikas eine Allianz gegen den Rauschgifthandel und gegen die kriminellen Netze vorschlagen, um den gemeinsamen Wohlstand und gemeinsame Sicherheit zu erreichen.

Es wird geschätzt, dass in den Vereinigten Staaten rund 14 Millionen Menschen ohne Papiere leben. Die meisten davon stammen aus Mexiko sowie Zentral- und Südamerika und aus der Karibik.

Als Reaktion aus die Wirtschaftskrise begannen die US-Behörden Ende des vergangenen Jahres, die "Indocumentados" verstärkt in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Vor der amerikanischen Botschaft in Mexiko-Stadt versammelten sich am Donnerstag zahlreiche Menschen, um für mehr Rechte der Gastarbeiter in den USA einzutreten. (dpa)

Datum:  17 | 4 | 2009
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