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Politik
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12. Oktober 2015

Ehemann von AfD-Vorsitzender: Sven Petry geht zur CDU

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In der vorigen Woche verlautete seitens der AfD, die Trennung der Eheleute Petry erfolge im gegenseitigen Einvernehmen.  Foto: REUTERS

Auf Twitter äußert der Ehemann von AfD-Chefin Frauke Petry Sympathie für Flüchtlinge, nun tritt er der CDU bei. Die Trennung von seiner Noch-Ehefrau dürfte nicht nur private, sondern auch politische Gründe haben.

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In der vorigen Woche wurde bekannt, dass sich die Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, von ihrem Noch-Ehemann Sven Petry getrennt hat und neuerdings mit dem nordrhein-westfälischen AfD-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell zusammen ist. Entsprechende Gerüchte hatte es in der Partei bereits zuvor gegeben. Nun stellt sich heraus, dass die Trennung wohl nicht nur private, sondern auch handfeste politische Gründe hatte.

Wie die Mitteldeutsche Zeitung am Montag erfuhr, ist Sven Petry der CDU beigetreten. Entsprechende Informationen bestätigte der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer. Petry sei „ein sehr angenehmer und unkomplizierter Mensch“, der sich mit den Zielen der CDU identifiziere, sagte er. Der evangelische Pfarrer hat zudem auf einem seit kurzem existierenden Twitter-Account in den letzten Wochen relativ deutlich Distanz zu den politischen Positionen Frauke Petrys erkennen lassen. So veröffentlichte er dort mehrfach flüchtlingsfreundliche Kommentare – meist, in dem er die Tweets anderer weiter verbreitete. Am 26. August etwa retweetete Petry einen Tweet von „Zeit online“ mit dem Inhalt:

Sven Petry wurde 1976 im ostwestfälischen Lemgo geboren, hat in Bielefeld und Bonn Theologie studiert und in Göttingen promoviert und ist Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain im sächsischen Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz. Dort ist er nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung äußerst beliebt. In der Gemeinde herrschte außerdem seit einiger Zeit der Eindruck vor, dass Petry sich von seiner Frau und ihren fremdenfeindlichen Positionen abgrenzen wollte. Ein sächsischer CDU-Bundestagsabgeordneter erklärte dem Blatt, er habe sich „schon länger gefragt, wie lange ein aktiver evangelischer Pfarrer“ die Politik Frauke Petrys „mit seinem Gewissen vereinbaren kann“. Dies gelte unbeschadet der Tatsache, dass es natürlich „keine Sippenhaft“ gebe.

In der vorigen Woche verlautete seitens der AfD, die Trennung der Eheleute Petry erfolge im gegenseitigen Einvernehmen. Frauke Petry selbst erklärte: „Uns eint nach wie vor neben einer aufrichtigen Freundschaft die Liebe zu unseren gemeinsamen vier Kindern, für die wir weiterhin gleichberechtigt sorgen werden." Mit Rücksicht auf eben diese Kinder wollten sich die beiden zu weiteren Details aber nicht äußern. Von politischen Differenzen war jedenfalls nicht die Rede.

Anmerkung: Da wir keine produktive Diskussion mehr erkennen können, hat die Redaktion die Leserkommentare zu dem Thema abgeschaltet.

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