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14. Dezember 2012

Ernährung: Immer weniger dicke Kinder

 Von Katja Tichomirowa
Bewegung hilft: Die Anzahl übergewichtiger Kinder nimmt ab. Foto: dpa

Ein Kilo Fleisch und Wurst pro Woche essen deutsche Männer im Durchschnitt. Das Resultat: Sie werden immer dicker, 60 Prozent der deutschen Männer sind übergewichtig. Der neue Ernährungsreport zeigt aber auch Erfreuliches.

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Zu viel Fett, zu viel Fleisch – der Speisezettel der Deutschen bleibt im Großen und Ganzen unverändert. Der zwölfte Ernährungsbericht, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Freitag in Berlin vorstellte, kann allerdings auch gute Nachrichten vermelden: Die Zahl der übergewichtigen Kinder in Deutschland ist rückläufig, zumindest unter den Kindern im Vorschulalter.

Für diese Altersklasse ermittelte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in den vergangenen vier Jahren einen Rückgang der Übergewichtigen um bis zu drei Prozent. Die krankhafte Form des Übergewichts - Adipositas – unter Kinder im Vorschulalter ging um 1,8 Prozent zurück. Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, wertete die Gewichtsabnahme als positives Zeichen und verbuchte sie als Erfolg einer intensiven Aufklärungsarbeit.

Fisch und Gemüse wird vermehrt verzehrt

Die Erwachsenen scheint diese Aufklärung allerdings nicht zu erreichen. Hier stagniert der Anteil der Übergewichtigen auf einem hohen Niveau. 60 Prozent der deutschen Männer und 43 Prozent der Frauen bringen zu viel auf die Waage. Der Anteil der Übergewichtigen nimmt dabei mit steigendem Alter kontinuierlich zu. In der Altersgruppe der 70-74 sind rund 74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen übergewichtig.

Die Gründe hierfür finden sich in den Daten der Nationalen Verzehrstudie II. Deutsche Männer essen im Durchschnitt ein Kilogramm Fleisch und Wurstwaren pro Woche. Deutlich mehr als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Sie gibt 600 Gramm pro Woche als verträgliche Obergrenze an. Die Frauen liegen im oberen Bereich dieser Empfehlung.

Eine erfreuliche Nachricht ist dagegen, dass in den Jahren zwischen 2000 und 2012 der Verbrauch an Fisch und Gemüse deutlich zugenommen hat. „Ein Trend zu bewussterer Ernährung“, so Ministerin Ilse Aigner. Die Agrarstatistik verzeichnet in diesem Zeitraum einen Mehrverbrauch an Gemüse von 1,1 Kilogramm pro Kopf und Jahr. 2011 verzehrte der Durchschnittsdeutsche 25 Kilogramm an Tomaten, Kohlgemüse, roten Rüben Gurken, Zwiebeln, Blatt- und Stängelgemüse und Hülsenfrüchten. Die Ernährungswissenschaftler sind erfreut.

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