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Politik
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28. Januar 2016

Fall Lisa: Lawrow legt nach

Der russische Außenminister Lawrow.  Foto: dpa

Die mögliche Gewalt gegen eine 13-jährige Berlinerin sorgt weiter für einen Streit zwischen Russland und Deutschland. Außenminister Lawrow weist die Kritik bezüglich "politischer Propaganda" zurück.

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Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Vorwürfe der Bundesregierung zurückgewiesen, Moskau nutze Berichte über eine angebliche Vergewaltigung in Berlin zur «politischen Propaganda». «Wir mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ein», sagte Lawrow am Donnerstag in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat. In dem Fall gehe es um die Menschenrechte.

«Unsere deutschen Freunde kommentieren - wesentlich häufiger als wir - verschiedene Aspekte des gesellschaftlichen Lebens in Russland, und das nicht nur auf dem Gebiet der Menschenrechte, sondern auch auf anderen Gebieten», sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Lawrow kritisierte erneut, es gebe nicht ausreichend Transparenz. Nach «allen Regeln der zivilisierten Welt» hätte Russland rechtzeitig über den Zwischenfall informiert werden müssen. Erste Hinweise habe Moskau aber nicht von deutschen Behörden, sondern von der «russischsprachigen Gemeinde» in Deutschland erhalten. «Genau deshalb ist diese Situation entstanden (...) Da es sich um eine Bürgerin der Russischen Föderation handelt, können wir nicht einfach das Ende der Untersuchung abwarten», betonte er.

«Wenn die zuständigen Behörden in der Bundesrepublik die notwendigen Informationen gewähren, wird es weniger Missverständnisse geben, davon bin ich überzeugt», meinte Lawrow. Je schneller Russland über «solch ernste Situationen» seiner Bürger verständigt werde, umso besser für die bilateralen Beziehungen. «Dann werden bei niemandem mehr Fragen entstehen, was Propaganda oder Einmischung in innere Angelegenheiten ist», sagte Russlands Chefdiplomat. (dpa)

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