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FBI-Akte: Steve Jobs im Visier des FBI

Steve Jobs im Juni 2007.
Steve Jobs im Juni 2007.
Foto: dpa

Das FBI hat eine dicke Akte über den 2011 verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs erstellt - mit pikanten Details über den Charakter der Technik-Ikone. Die Behörde hatte Jobs durchleuchtet, weil er als Berater für die US-Regierung arbeiten sollte.

Jobs war für einen Beraterposten im Exportrat des früheren US-Präsidenten George H. W. Bush ins Auge gefasst worden - dieser berät den Präsidenten in Außenhandelsfragen. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) überprüfte deshalb 1991 Jobs Hintergrund, beleuchtete unter anderem seinen Charakter und seine politische Einstellung. Abgefragt wurden sogar Details aus Jobs' Leben - ob er Alkohol trinke und mit welchen Personen er zu tun habe. Jobs selbst wusste von der Überprüfung und stellte sich offenbar selbst den Fragen der Behördenmitarbeiter. So gibt er laut der Akte unter anderem selbst an, mit Drogen experimentiert zu haben und niemals Mitglied in einer kommunistischen Partei gewesen zu sein.

Produkte, die Steve Jobs berühmt machten

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Für die umfassende Analyse wurden auch Personen aus Jobs' Umfeld befragt, also Kollegen, Nachbarn, Freunde. Daraus erstellte das FBI dann die 191 Seiten dicke Akte. Das komplette Schriftstück kann online auf der Webseite des FBI eingesehen werden, private Daten sind aus Gründen des Personenschutzes geschwärzt.

Jobs als "intelligent" und "betrügerisch" beschrieben

In den Interviews wird Jobs als "extrem intelligent, ein wahrer Anführer" beschrieben, der sich und anderen viel abverlange. Überhaupt lobten die meisten der Befragten die Apple-Ikone und empfahlen ihn als Regierungsberater.

Einige der Interviewpartner warfen hingegen ein schlechteres Licht auf den im Vorjahr verstorbenen Apple-Gründer: Sie sprachen davon, dass Jobs "moralischer Charakter" verdächtig sei. Seine Macht würde Jobs schlussendlich dazu bringen, Ehrlichkeit und Integrität aus den Augen zu verliehen. Ein weiterer beschrieb Jobs als betrügerische Person, die nicht ehrlich sei und immer wieder die Wahrheit verdrehe, um seine Ziele zu erreichen. Auch die anfangs schlechte Beziehung zu seinem Sohn wurde dem Apple-Gründer von einem der Interviewpartner angelastet.

Das Handelsministerium bestätigte am Donnerstag, dass Jobs unter Bush Senior im Exportrat saß. (swe, dapd)

Steve Jobs und Apple: Aus der Garage zum Weltkonzern

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Datum:  9 | 2 | 2012
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