Gerade erst ist Rainer Brüderle zum Spitzenmann, zum neuen Gesicht der FDP für den Bundestagswahlkampf erkoren worden, da wird er mit einem unangenehmen Erlebnisbericht einer Redakteurin des Magazins Stern konfrontiert. Die Reporterin (29) berichtet in der neuesten Ausgabe, wie sie von dem 67-jährigen Vorsitzenden der FDP-Bundestagfraktion mit unangemessenen Bemerkungen bedrängt worden sei. Unter dem Titel „Der Herrenwitz“ beschreibt sie eine Begegnung am Vorabend des Dreikönigstreffens der FDP in Stuttgart vor einem Jahr. Politiker und Journalisten hätten an der Hotelbar zusammengestanden. Brüderle sei dabei sachlichen Fragen ausgewichen und habe anzüglich reagiert.
Es sollte ein Neuanfang für die FDP nach einem Jahr der Katastrophen werden: das traditionelle Dreikönigstreffen. Doch die mit Spannung erwartete Rede von FDP-Chef Philipp Rösler verpuffte ohne große Wirkung. Statt auf ihren Chef richteten die Liberalen ihre Aufmerksamkeit auf das Saarland,....
Foto: dapdDie Reporterin schildert die folgende Szene so: „Brüderles Blick wandert auf meinen Busen. ,Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.‘ Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. ,Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.‘ ,Herr Brüderle‘, sage ich, ,Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.‘ ,Politiker verfallen doch alle Journalistinnen‘, sagt er. Ich sage: ,Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.‘ Er: ,Am Ende sind wir alle nur Menschen.‘“ Am späteren Abend habe Brüderle sich verabschiedet. „Dann steuert er mit seinem Gesicht sehr nah auf mein Gesicht zu. Ich weiche einen Schritt zurück und halte meine Hände vor meinen Körper. Die Sprecherin eilt von hinten heran: ,Herr Brüderle!‘, ruft sie streng. Sie führt ihn aus der Bar. Zu mir sagt sie: ,Das tut mir leid.‘ Zu ihm sagt sie: ,Zeit fürs Bett.‘“ (sch.)
Bombardiert Israel die iranischen Atomanlagen? Weitet sich der Konflikt zum Regionalkrieg aus? Werden gar die USA hineingezogen? Die Lage in Nahost spitzt sich dramatisch zu. Das Spezial.
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.