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05. Dezember 2008

Fidel Castro: Kuba bereit für Dialog mit Obama

Archivbild von Fidel Castro.  Foto: dpa

Kuba will nach Angaben seines früheren Staatschefs Fidel Castro ein neues Kapitel in den Beziehungen zu den USA aufschlagen.

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Havanna. Kuba ist nach den Worten seines früheren Staatschefs Fidel Castro bereit, ein neues Kapitel in den Beziehungen zu den USA aufschlagen. Mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama könnten Gespräche jederzeit an jedem Ort stattfinden, schrieb der erkrankte Revolutionsführer am Donnerstag in einem Beitrag für die Staatsmedien. Obama solle dabei aber nicht vergessen, dass die Strategie von Zuckerrohr und Peitsche mit der kubanischen Bevölkerung nicht aufgehen werde. Die souveränen Rechte der Kubaner seien nicht verhandelbar.

Obama übernimmt das US-Präsidentenamt am 20. Januar. Im Wahlkampf hatte er sich wiederholt für direkte Gespräche mit der kubanischen Führung ausgesprochen und auch die Lockerung einiger Sanktionen in Aussicht gestellt. So sollen unter anderem die Reisebeschränkungen für in den USA lebende Kubaner, die ihre Familien auf der Insel besuchen wollen, erleichtert werden. Das seit mehr als vier Jahrzehnten bestehende Handelsembargo solle aber als Druckmittel für einen politischen Wandel in Kuba zunächst nicht angetastet werden.

Castro überlebte in den 49 Jahren seiner Herrschaft eine vom US-Geheimdienst CIA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht, mehrere Anschlagsversuche, das längste Handelsembargo der USA und den Kollaps der Sowjetunion, die ihren westlichsten Verbündeten drei Jahrzehnte lang von Waffen bis zu Erdöl und Butter mit allem Nötigen versorgte. Castros Bruder und Amtsnachfolger Raul hatte zuletzt ebenfalls die Bereitschaft für einen Dialog mit den USA signalisiert. Als Ort für ein Treffen mit Obama schlug Raul Castro das US-Gefangenenlager Guantanamo vor, das auf der Insel liegt und von der Regierung als Verletzung der kubanischen Souveränität angesehen wird. (rtr)

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