Guido Westerwelle steht schon ganz oben - und das seit bald zehn Jahren. "Der Vorsitzende ist unangefochten", sagen sie in der Partei. Der 48-Jährige habe aber in den vergangenen Monaten Terrain abgeben müssen, beobachten sie in der FDP. Der Kontrollmensch aus Köln muss seinem anstrengenden Regierungsamt Tribut zollen; er kann sich nicht mehr um alles und jeden selbst kümmern, schon gar nicht, wenn er im Ausland reist. Dennoch haben ihm nicht wenige in der FDP hoch angerechnet, dass er im Februar die "Hartz-IV-Debatte" angezettelt hat. "Er hat sein Image geopfert, um die Partei in die Schlagzeilen zu bringen", loben die einen. Die anderen finden, dass der Vorsitzende besser daran tue, im Amt des Außenministers für die Partei zu punkten: "Solide Regierungsarbeit ist die beste Werbung für die FDP." Eine Revolte, so viel ist klar, muss Westerwelle in absehbarer Zeit nicht fürchten.
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