Berlin. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin (55) ist am Montagabend für stationäre Untersuchungen in eine Berliner Klinik eingeliefert worden. Trittin werde "in dieser Woche keine offiziellen Termine wahrnehmen", sagte Fraktionssprecher Matthias Tang der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "B.Z.".
Tang bestätigte dies auf nochmalige Nachfrage, ohne zu sagen, unter was Trittin leidet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa kam der Schritt aber überraschend. Trittin hatte demnach kurzfristig einen Termin absagen lassen.
Co-Fraktionsvorsitzende Renate Künast teilte in der Grünen-Fraktionssitzung am Dienstag nach Teilnehmerangaben mit, Trittin werde die nächsten zwei Wochen fehlen. "Nichts Akutes", sagte sie demnach aber. Auch Trittins Büro wollte Meldungen der "Welt" und der "Berliner Morgenpost", der Politiker habe einen Herzinfarkt erlitten, nicht bestätigen.
Trittin gilt als ein führender Stratege der Grünen. An der Seite Künasts vertrat er die Grünen als Spitzenkandidat im zurückliegenden Bundestagswahlkampf und führte die Partei zu einem Rekordergebnis. Er war von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister. Trittin ist seit dem Gründungsjahr 1980 bei den Grünen. Der Bremer war schon von 1990 bis 1994 in Hannover im Kabinett des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (SPD). (dpa/rtr)
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