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25. Juli 2014

Gaza-Konflikt: Kerry legt Vorschlag für Waffenruhe vor

US-Außenminister John Kerry versucht, im Nahen Osten zu vermitteln.  Foto: REUTERS

US-Außenminister John Kerry legt Medienberichten zufolge einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen vor, über den das israelische Sicherheitskabinett noch am heutigen Freitag beraten soll. Ergebnis könnte zunächst eine mehrtägige Feuerpause sein.

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US-Außenminister John Kerry hat Medienberichten zufolge einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen ausgearbeitet. Wenn die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas den Plan annehme, könne möglicherweise am Freitag auch auf israelischer Seite eine entsprechende Entscheidung fallen, hieß es im israelischen Radio unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsbeamten. Die Zahl der durch die israelische Militäroffensive getöteten Palästinenser stieg unterdessen auf mehr als 800.

Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, das Sicherheitskabinett werde um 13.30 Uhr (12.30 MESZ) in Tel Aviv zusammentreten. Unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter schrieb die Zeitung, Kerry habe seinen Entwurf bereits beiden Seiten vorgelegt. Die Zeitung und der Rundfunk berichteten übereinstimmend, die Feuerpause sei zunächst auf einige Tage begrenzt. In diesem Zeitraum dürften die israelischen Streitkräfte aber weiterhin Tunnel der Hamas zerstören. Gleichzeitig sollten die Konfliktparteien mit Unterstützung von Europäischer Union und USA indirekte Verhandlungen über eine längerfristige Lösung aufnehmen.

Die von Kerry geführten Gespräche verliefen "sehr kompliziert", sagte die stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf. Kerry hält sich seit Montag im Nahen Osten auf, um Israel und die Hamas von einer Feuerpause zu überzeugen. Bislang führten seine Bemühungen noch zu keinem Ergebnis. Die USA unterstützen grundsätzlich eine ägyptische Initiative, die eine Rückkehr zur Waffenruhe nach der letzten Gewalteskalation im November 2012 vorsieht.

Unicef: 181 tote Kinder, 1200 verletzt

Beim Beschuss einer von den Vereinten Nationen betriebenen Schule im Gazastreifen tötete die israelische Armee nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte am Donnerstag 15 Menschen und verletzte weitere 200. "Es gab viele Tote, darunter Frauen und Kinder und UN-Mitarbeiter", erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) erhob indirekt Vorwürfe gegen die israelischen Streitkräfte. In dem Gebäude hatten Palästinenser Zuflucht vor den anhaltenden israelischen Angriffen gesucht.

Nach Angaben der palästinensischen Rettungskräfte kamen bei Luftangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen am Donnerstag insgesamt 98 Menschen ums Leben, unter ihnen mehrere Kinder. Am Freitag wurden bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in Deir al-Balah im südlichen Gazastreifen eine 26-jährige und eine schwangere 23-jährige Frau getötet. Auch zwei beim Beschuss von Chan Junis verletzte Palästinenser starben. Am 18. Tag der israelischen Militäroffensive erhöhte sich damit die Zahl der in dem schmalen Küstengebiet getöteten Palästinenser auf 804, zum allergrößten Teil Zivilisten.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wurden 181 Kinder getötet und 1200 verletzt. Auf israelischer Seite wurden 32 Soldaten sowie drei Zivilisten getötet. 110.000 Einwohner des Gazastreifens suchten vor den Angriffen Schutz in UNRWA-Schulen. Unicef zufolge wurden im Gazastreifen seit dem 8. Juli 116 Schulen, davon 75 des UNRWA, beschädigt.


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Der britische Außenminister Philip Hammond sagte am Donnerstag während seiner Vermittlungsbemühungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo, dass Israel wegen der steigenden Zahl getöteter Zivilisten im Gazastreifen in den westlichen Staaten zunehmend Sympathien verliere. Zugleich forderte er die Hamas auf, einem Waffenstillstand ohne Vorbedingungen zuzustimmen. (afp)

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